Kopfdichtungsprobleme, die dritte....;-(

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HaJö

Kopfdichtungsprobleme, die dritte....;-(

Beitrag von HaJö »

Hallo miteinander,

für die, mit denen ich schon mal telefoniert hatte:
mein Kopfdichtungsthema geht in die nächste Runde! :cry:

Nach erfolglosen Versuchen mit Limora-Dichtungen für 8 Euro (die meine Werkstatt genommen hat), bin ich jetzt auch persönlich mit einer guten, teuren Payen-Dichtung nicht weiter gekommen. Das Motörchen bekam nur auf einem Zylinder sowas wie Kompression zusammen - obwohl Kolbenringe und Ventile dicht waren, Kopf mit gut 65 Newton angezogen war, Kopfschrauben neu usw.
Jetzt wird erstmal der Kopf abgedrückt.
Bis ich das Ergebnis hab heute diese Frage:

Am Rand des vorderen und hinteren Zylinders ist dicht an der Nut im Block ein Loch, das mit irgendwas zu war (hätte sich auskratzen lassen)
Mein Ersatzblock im Keller hat an den Stellen zwei runde Löcher, die aber nur etwa einen Zentimeter tief rein gehen - der Kopf ist an der Stelle einfach plan!
Die erste Ersatzdichtung ist genau da nach 20 km durchgeknallt und die neue hatte schon deutliche Spuren von Schwächung, obwohl der Motor mangels Kompression noch gar nicht gelaufen war!

Was hats mit dem Loch auf sich?

Grüsse aus dem Ölsumpf

HaJö

(Wer Bilder dazu braucht: bitte mich anmailen)[/img]
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo HaJö,
wenn du um die Zylinder einen Nut rings rum hast muss unbedingt eine "recessed"-Dichtung eingebaut werden. Ich hoffe, du hast darauf geachtet. Habe auch einen Block ( MK4-1300 ) im Keller liegen an dem diese beiden Löcher in den Nut ragen ( sind dicht ). Zum Sinn und Auswirkungen kann ich dir allerdings keine Auskunft geben.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi HaJö,

von was für einem Motor schreibst Du hier?

1200,1300,1500 mit recessed bore oder ohne?
Richtige Kopfdichtung?
4 oder 6 Zylinder

mfG
Harry
HaJö

Mein Motor:

Beitrag von HaJö »

Ist ein 1500er aus nem 78er Spitfire.

Obs ne "recessed"-Dichtung war - keine Ahnung (was´n das???).
Aber sie hatte ringförmige Metallverstärkungen um die Zylinderlöcher, die auch perfekt passten.

Bongen hatte per telefonischer Bestellung auch genau die Dichtung geschickt und bei Nachfrage (frustiert wegen null bar) nochmal nachgesehen und war sich sicher, dass es die richtige war.
Bin nur nicht ganz sicher - Teilenummer AK 260 ??

Grüße

HaJö
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Ok, nehm wir also an das der Block noch recessed bore ist. (die Stufe um die Zylinderbohrungen). Dann sollte die Kopfdichtung hinten einen kleinen Zipfel haben auf dem "TOP" eingeprägt ist und der nach der Montage hinten noch unter dem Kopf rausragt.
Falls dein Block schon soweit geplant wurde das die Stufe weggefallen ist brauchst Du die Dichtung für den "glatten" Block (zB MK3).

mfG
Harry
HaJö

Beitrag von HaJö »

Hi Harry,

bin soweit bei dir: die Stufen um die Zylinder sind alle noch da, die Lasche hinten am Block auch und die Kopfdichtung hatte die Lasche auch. Aufgelegt mit der Lasche nach hinten und TOP oben. Passte auch einwandfrei um die Stehbolzen und die Metallringe der Dichtung lagen schön sauber in den Rillen um die Zylinder.

Kennst du die besagten Blindlöcher? Hatte eben schon einmal einen Defekt, bei dem der Metallring um den hinteren Zylinder von außen nach innen durchgeblasen wurde.
Und das steht natürlich nicht im Werkstatthandbuch...

Grüße

HaJö
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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hi Hajö
Mal kurz nachgefragt: Hast Du schonmal den Kopf auf Verzug überprüft?
Halte mal ein Stahllineal o.Ä. dran, damit kann man das GROB überprüfen.

Grüßlis, Brüchi
Spitfire Mk 3 ( 67er), Toledo ( 71er ), Vitesse Estate ( 67er, in Dauerrestauration).....
HaJö

Beitrag von HaJö »

Hi Brüchi,

jau, habe ich. Hatte früher ganz leichten Verzug. Habe ich natürlich sauber planen lassen. War jetzt einwandfrei glatt.
Den Block hab ich auch nochmal geprüft (gerade heute) aber auch der sah glatt aus.

Aber diese komischen Vertiefungen neben dem 1. und 4. Zylinder...
Keine Idee, was das sein soll?

Schöne Grüße

HaJö
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo HaJö,
irgendwie kommt mir das alles komisch vor mit Null Kompression. Stimmt denn überhaupt deine Nockenwellenstellung bzw. was hast du oder dein Vorgänger denn alles an dem Motor gemacht, evtl. suchst du an der falschen Stelle. Die Löcher sind ja offenbar bei vielen oder allen Motoren an dieser Stelle und die laufen ja ohne Probleme.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Daniel

Beitrag von Daniel »

Hi HaJö, ... diese löcher neben dem ersten und vierten Zylinder sind lediglich Blinbohrungen, ... wofür oder wofür auch nicht, ... weiss der Geier, ... sind bei meinem Block jedenfalls auch drin.

ich schliesse mich Roland an, ... irgendwas stimmt da nicht, wenn Du trotz "dichter" Ventile und "dichten" Kolbenringen keine Kompression bekommst.

schon mal den Block und den Kopf auf Haarrisse überprüft?


Viele Grüße,

Daniel
HaJö

Beitrag von HaJö »

Hallo Roland,

kommt mir auch langsam seltsam vor - lasse den Kopf gerad noch abdrücken - vielleicht ist ja wo was gerissen.
Falls nicht..
Auf jeden Fall hab ich den Kopf einfach runter genommen nachdem die Kopfdichtung letzten Herbst in voller Fahrt aufgebeben hatte (lief also vorher), Stößelstangen rausgenommen und die ganze Chose jetzt wieder drauf geschraubt. Nockenwelle liegt ja unten, da war ich nicht dran.
Und die Stößel sind alle gleich lang, Stößelbecher hab ich auch nicht raus.
Kipphebelwelle schien auch sauber zu arbeiten beim Blick von oben drauf.
Verschleiß an den Kipphebeln war minimal.
Und wenn sich meine Nockenwelle abgeschliffen hätte, passiert das ja auch nicht gleichmäßig und komplett.

Fällt dir bei der Beschreibung irgendwas auf?

Bin für jede Idee zu haben!

Schöne Grüße

Hans-Jörg
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Dani Senn
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Beitrag von Dani Senn »

Kleine Anmerkung am Rande, ein Gusskopf oder Block darf nicht spiegelglatt sein, der sollte eine gewisse Rauheit haben, da sonst die Dichtung nicht beisst.
Bodeblääch Dänu
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo HaJö,
ich wage mal ganz kühn die Behauptung, dass deine Steuerkette gerissen ist und deine Kopfdichtung nicht das große Übel war.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi HaJö,

Du schreibst das der Kopf schon mal geplant wurde. Hat das ein Fachbetrieb gemacht?

Mess mal mit dem Stahllineal längs UND quer ob der Kopf plan ist!
Evtl ist beim Planschleifen was Schief gegangen. Auf der Oberfläche sollten die "Spuren" als grosse Radien von BEIDEN Seiten her verlaufen.

Zu den Bohrungen (Senklöchern) kann ich dir auch nichts sagen. Ich nehm an das das was mit der Produktion zu tun hat. Genauso wie manche Öffnungen im Kopf und Block dazu da sind um nach dem Guß den Kernsand zu entfernen.

mfG
Harry
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MKIII
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Beitrag von MKIII »

Hallo Hans Jörg,
fangen wir doch mal ganz von vorne an. Warum wurde die Kopfdichtung denn das erste mal gewechselt? wahrscheinlich weil sie durch war? Oder wurde was am Kopf gemacht?Oder der ganze Motor neu? Wieviel Km hat der Motor runter? Kann es sein das der Motor heis lief als die Dichtung das erste mal durchgebrannt ist?Oder ist das ein gebrauchter Motor von dem du keine Angaben hast? Die Steuerkette schliese ich jetzt mal aus da du ja wohl die Ventile alle eingstellt hast, das müsste ja dann auffallen!! Ist der Motor jetzt zusammen oder der Kopf noch ab? Habt ihr bei der Kompressionsmessung mal ein wenig Öl in den Zylinder kekippt? Dadurch schliest sich nämlich der Spalt zw Kolben und Zylinder und bei defekten Kolbenringen entsteht wieder kurzzeitig etwas Kompression!! Null oder weniger als 1bar misst man eigentlich nur wenn die Ventile krumm sind oder Kolbenringe defekt, ein Riss im Kopf oder Block den man so nicht sofort sieht erkennt man nur an flüchtigem Kühlwasser, Kompression ist aber immer noch da.
Gruß
Norbert
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"Alt werden ist nix für Feiglinge"
Fuhrpark: Spitfire MK3 1969, Porsche V108 1960, NSU Max 1954, Honda CY50 1980
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