An den letzten beiden Wochenenden habe ich endlich die Vergasergrundeinstellung (zum 1. Mal!) gemacht.
Ich verwendete dazu neben vielen anderen Beschreibungen jene von Rolf - vielen Dank an dieser Stelle, Rolf!
Da ich leider dabei allein war und jedesmal nach dem Starten über den Motor zu den Vergasern klettern musste, war ich nicht so zielstrebig wie üblich und habe noch ein paar offene Punkte und Fragen mitgebracht
dabei gab es schon die erste Hürde zu überwinden, ich vergaß, die Drosselklappenschrauben um 1,5 Umdrehungen einzudrehen!
Der Motor wollte einfach nicht anspringen, ich hatte schon die Zündspule und die Zündung im Verdacht - der Zündfunken war in
der sehr hellen Garage beinahe nicht sichtbar. Die Starterbatterie war gleich danach leer.
Nach dem Reinigen der abgesoffenen Zündkerzen mit einem Gaslötkolben ging es in der 2. Woche weiter.
Ein neu besorgtes Tool mit Glimmlampe zeigte mir dann den schönen Zündfunken
Die vorsorglich gekaufte Zündspule wanderte zu den Ersatzteilen, da ich nur die Primärseite (2,9 Ohm) und nicht die Sekundärseite (8k Ohm) gemessen hatte.
Das Einstellen und synchronisieren des Leerlaufs klappte mit Hilfe eines €19,99 "teuren" induktiven Drehzahlmessers und dem selbstgemachten Synch-Tool relativ rasch. Allerdings erst, nachdem ich mit einem Dremel den Mitnehmerhebel etwas abgeschliffen hatte. Dieser verkantete sich mit dem Hebel der Stellschraube, sodass die Drosselklappe nicht ganz geschlossen war. Komisch, dass dies bei einem 4 Jahre alten Vergaser so ist. Allerdings ist dies die Seite, wo die (eine) Feder den Chokezug unterstützt. (Dies dürfte vom Vorbesitzer so verbaut worden sein?)

Beim Gemisch-Einstellen bin ich nur auf einen Kompromiss gestoßen, hier war ich mit meiner Muse/Geduld bald am Ende.
5x setzte ich an, das Gemisch einzustellen, leider reagierte der Motor nicht so, wie in der Beschreibung steht.
Da mir die Erfahrung fehlt und zu viele unbekannte Ereignisse auftraten, musste ich das Einstellen nach "Lehrbuch" abbrechen.
Danach versuchte ich es nach dem "Trial and Error"-Prinzip, bis ich nicht mehr wusste, in welcher Position sich nun die
Düseneinstellmuttern sich befinden...
Also Vergaser wieder einmal in Grundstellung gebracht (Düsenoberkante Plan zur Brücke) und noch einmal von Vorne
Beim x-ten Versuch stellte ich fest, dass die beiden Vergaser unterschiedlich reagieren, bei gleicher Düsenstockposition.
Ich habe nun eine grobe Einstellung gefunden, wo die Drehzahl stabil bleibt, wenn ich den Kolben anhebe, allerdings ist die Position der Düsenstöcke ca. 3 Kanten unterschiedlich.
Ich vermute mal, das ist nicht O.K.?, da in beinahe jeder Beschreibung steht, dass die Düsenstöcke um die gleiche Position verdreht werden müssen?
Wo ich auch scheiterte, war die Einstellung des erhöhten Leerlaufs. Da verstehe ich die Beschreibung(en) nicht...
(Allerdings war es schon sehr spät und die Garage stank nach Abgasen, trotz der Schläuche die ich in die Endtöpfe steckte und durch die angelehnte Türe nach draußen legte)
Ich werde Freitag nach Ostern noch einmal probieren die Einstellungen verbessern, aber ich vermute mal, dass ich die 5 Km zu meinem Mechaniker auch mit meiner mäßigen Einstellung schaffen werde?!