Motorschlamm sehe ich fast täglich in der Werkstatt, kaputte Kopfdichtungen sind da eher seltene Ursachen.
Meist sind es Kurzstreckenfahrzeuge, die nie richtig warm gefahren werden, mit dem alten 10W40 Teilsynthetiköl gefüllt. Dann kommt natürlich auch noch die Schmierölverdünnung dazu und schon haben wir einen schönen Dreckcocktail im Motor.
Abhilfe:
- sicherheitshalber Kühlsystem abdrücken
- bei extremer Verdreckung zugängliche Teile säubern (Ventildeckel, Ölwanne)
- Motorreiniger reinschütten
- Motor richtig warmfahren
- Ölwechsel (Qualitätsöl)
Dann ist die Sache ausgestanden.
Wer auf Motorreiniger allergisch reagiert, kann stattdessen nach dem Ölwechsel nochmal heißfahren und die Brühe gleich nochmal wechseln. Ganz erstaunlich was da manchmal noch ans Licht kommt.
Also: hochwertiges Öl, gelegentlich heißfahren und notfalls das Ölwechselintervall halbieren.
PS: Ich erinnere mich an einem Motorschaden bei der Diesel-AU. Ölstand OK, beim ersten Vollgasstoß zog die Ölpumpe Luft und Exitus. Das Öl lief wegen Ölschlamm in den Rücklaufbohrungen nicht schnell genug in die Ölwanne zurück. Der Kopf stand ziemlich voll aber unten war halt nix mehr drin.
