Aktuelles von der Initiative Kulturgut Mobilität

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alex0469
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Aktuelles von der Initiative Kulturgut Mobilität

Beitrag von alex0469 »

Auf Bitten von Mario De Rosa
Ein paar Gedanken zur Szene

Knapp acht Wochen sind seit den beiden großen Messen Retro-Classics und Techno-Classica vergangen und meine persönliche Bilanz fällt ernüchternd aus. Seit die Ausnahmen in Umweltzonen für H- und 07-bewehrte Oldtimer beschlossen wurden, wiegt sich das oldtimerfahrende Volk offenbar in trügerischer Sicherheit. Anders lässt sich das gravierende Desinteresse an einer Interessensvertretung und den weiterhin latent über uns schwebenden Herausforderungen für die Zukunft nicht erklären. Im selben Maß, wie die Messen Besucher- und Ausstellerzuwächse verzeichnen, schwindet oder stagniert die Mitgliederzahl in den Clubs, dem DEUVET oder der Initiative Kulturgut Mobilität.

Dabei sind die Aufgaben der Zukunft so mannigfaltig wie anspruchsvoll. Zwar hat, gottlob, Umweltminister Gabriel rechtzeitig erkannt wie unsinnig eine 10%-ige Ethanolbeimischung sowohl aus ökologischer als auch ethischer Sicht ist und hat die Einführung für 2009 nun gestoppt, doch nach wie vor droht u.a. das Damoklesschwert der Stickoxide den Old- und Youngtimerfahrern, die Zwangsnachrüstung sicherheitsrelevanter Bauteile, die sonstige Regulierungswut aus Berlin oder Brüssel u.v.m. Aktuell beschäftigt die Szene die Aberkennung des ANF-Status (ANF = nationaler Vertreter des Oldtimer-Weltverbandes FIVA im eigenen Land) des DEUVETs und die Zuerkennung dessen an das FIVA-Neumitglied ADAC. Alleine schon aus vorgenannten Gründen erwächst die Notwendigkeit einer starken Interessensvertretung.

Um diese Notwendigkeit auch nach außen hin zu demonstrieren, haben sich am 6.5.08 in Dortmund die Vertreter des DEUVET, des AvD, der Oldtimer-Markt, der Internetplattform Oldtimer-Info, der Initiative Kulturgut Mobilität sowie Herr Martin Kraut zu einem Strategiegespräch eingefunden und eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, unter absoluter Wahrung der Souveränität und Eigenständigkeit eines jeden Kooperationspartners. Einen „Zusammenschluß“, wie in letzter Zeit gelegentlich behauptet wurde, verweise ich an dieser Stelle ganz eindeutig ins Reich der Fabel! Diese Zusammenarbeit soll beweisen, daß es in Deutschland, allen Unkenrufen zum Trotz, sehr wohl möglich ist, die Oldtimerszene zu einen und einen starken Verbund zu bilden, um sich künftigen Herausforderungen zu stellen. In diesem Zusammenhang wird auch dem zwei Mal pro Jahr tagenden Ladenburger Kreis eine besondere Rolle als Gradmesser der Szene zuteil werden. Zur Erinnerung: Der Ladenburger Kreis ist ein Szenegremium, bestehend aus Vertretern des DEUVET, des AvD, des ASC (darunter auch ein Mitglied der FIVA), des DAVC, der Motor-Klassik, der Oldtimer-Markt, des VFV und der Initiative Kulturgut Mobilität sowie Herrn Johannes Hübner. Zwei Mal pro Jahr werden dort aktuelle Szenegegebenheiten diskutiert und Strategien erarbeitet. Hierbei handelt es sich mitnichten um eine „konspirative Runde“, wie vielfach unterstellt wurde, sondern um einen ernsthaft an der Zukunft der Szene interessierten und nach Lösungen strebenden Kreis.

Wir alle müssen erkennen, daß die immer wieder thematisierten Restriktionen und Neuregelungen in der Verkehrs- und Umweltpolitik eines starken Gegenpols durch eine vereinte Szene erfordern. Daher sollte sich jeder Oldtimerfahrer aufgerufen fühlen, sich einer Vereinigung anzuschließen, die seine Interessen wahrnimmt und sie vertritt. Die Initiative Kulturgut Mobilität setzt sich auch in Zukunft dafür ein, einen dauerhaften gesetzlichen Bestandsschutz für alle Oldtimer zu erreichen, denn unsere Veteranen werden in den allerseltensten Fällen Um- oder Nachrüstforderungen erfüllen können. Davon abgesehen, daß diese auch den historischen Charakter des Fahrzeuges zerstören würden. Denn welchen Sinn hat ein ursprünglich mit Vergaser ausgestatteter Verbrennungsmotor, wenn er durch eine Einspritzung und modernem Motormanagement ersetzt wurde? Die historische Authentizität und Identität unserer Oldtimer zu wahren ist oberstes Ziel der Initiative Kulturgut Mobilität. Unserer Ansicht nach ist jegliche Reglementierung des Betriebes unserer Klassiker unnötig und überflüssig. Unsere Veteranen spiegeln den Stand der Technik Ihrer jeweiligen Zeit wider. Daher können Einschränkungen oder technische Neuerungen immer nur auf aktuell entwickelte Fahrzeuge angewendet werden unter Wahrung des Bestandsschutzes des Vergangenen. Die Fortschritte aktueller Automobiltechnik sind ohne die Errungenschaften der Vergangenheit, auf die jeder Fortschritt fußt, nicht möglich. Allein aus diesem Grund ist es unsere Pflicht, die Ingenieursleistungen der Vergangenheit zu bewahren und sie, wann immer sich die Gelegenheit bietet, der Allgemeinheit „live“ und „in Farbe“ vorzuführen, anstatt sie ihnen vorzuenthalten oder gar in modifizierter Form zu präsentieren. Denn dies bedeutete, die Vergangenheit zu leugnen oder die genialen Leistungen unserer Automobilpioniere herabzuwürdigen.

Sollten Sie sich mit dem Vorgenannten identifizieren oder darin wiederfinden, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.


Beste Grüße aus Schwaben,
Ihr
Mario De Rosa
stellvertretend für den Vorstand der Initiative
Sollte sich eine Diskussion oder Anregungen hier im Forum dazu ergeben geb ich die Ergebnisse gerne weiter.

Die IKM brauch auch noch dringend Unterstützer / Unterstützung Infos und Mitgliedsanträge gibt es hier

http://www.kulturgut-mobilitaet.de/

Gruß Alex
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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

Ist ja auch kein Wunder, auf der Stuttgarter Messe war die IKM in Halle 1 bei den Bonzen und schickimickis versteckt, anstatt sich bei den Clubs in Halle 7 zu präsentieren, da wo man hätte richtig viele Mitglieder gewinnen können.....
Warum versteckt sich Mario bei den Hochglanz - blos -nicht- benutzen- ausstellungsfahrzeugen, wenn er sich zum Ziel macht, Oldtimer auch benutzen zu dürfen??? Wenn man sich das Forum der IKM ansieht, dann bekommt man den Eindruck der Vorstand selbiger Vereinigung hat sich selbst ins Aus befördert
www.spitfirescheune.de
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alex0469
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Beitrag von alex0469 »

Ich denke Mario kommt halt vom ASC ( ich war auch nicht bei den Stehzeugen in der Halle 1 ) und sucht seine Unterstützung erst mal da ( du würdest wenn du so etwas aufziehst auch erst mal bei den Clubs Unterschlupf finden bei denen du zu Hause bist ) aber wenn man die Sache betrachtet denke ist es wichtig über seine Schatten zu springen und was zu tun, ich denke die Hochglazfraktion braucht sich keine Gedanken zu machen, aber gerade Menschen wie ich ( und andere in der Spitfireszene ) die Ihre Zustand 3- Autos viel bewegen müssen in den nächsten Jahren mit Restriktionen rechnen, wenn man sich nicht jetzt auf die Hinterbeine stellt. Ob die IKM dafür der richtige Verein ist, kann ich Stand heute auch nicht sagen aber deshalb hab ich das auch hier mal zu Diskussion gestellt.

Gruß Alex
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Tide

Beitrag von Tide »

H-Kennzeichen sind, sofern das nicht geändert wird und warum sollte jemand, was die Umweltzonenproblematik betrifft, mit der Grünen Plakette gleichgestellt, bzw. von der Verbotsregelung explizit ausgenommen. Es war nie die Rede davon, daß das zwar in Bezug auf Feinstaub gültig sein solle, jedoch nicht hinsichtlich der Stickoxide, was auch kaum sinnvoll sein dürfte.
Also: was wollen wir denn noch erreichen?
Gegenteilige Behauptungen halte ich übrigens für verkaufsfördernde Effekthascherei der Oldie-Presse auf Niveau der BILD.

Freie Fahrt für alle immer und überall, so dieses das Ziel der IKM sein solle, halte ich nicht nur für wenig aussichtsreich, ich bin sogar dagegen.

Daß die Spitifahrer mit einer Erstzulassung nach '78 die gekniffenen sind, ist mir auch klar aber zumindest wird sich das für sie in absehbarer Zeit (max. 3 Jahren) ändern.
Bis dahin halt die Wartezeit mit einer Vollresto totschlagen oder außerhalb des S-Bahnrings parken und öffentlich in die Stadt fahren.

meine zwei Eurocent
Patric
Reinald

Beitrag von Reinald »

Jain, es geht ja nicht nur um die Wartezeit bis zum H-Kennzeichen. Es geht auch leider darum, daß das H-Kennzeichen je nach Auslegung der Richtlinien erteilt wird oder nicht! Viele Leute, die halt an ihrem Auto schrauben, modifizieren und ändern sind gekniffen, wenn irgend ein Oberpingel vomTÜV sacht "das ist aber so nicht okinoool"... Und das fängt ja schon bei Banalitäten wie den Stahlflexleitungen an, geht bei Felgen und Auspuff weiter, und hört bei den dezenten Tieferlegungen vorne noch lange nicht auf! Von der Frage nach dem "erhaltenswerten Zustand" bei 3- Fahrzeugen mal ganz abgesehen.

Die Nummer mit dem H-Kennzeichen ist also nur für einen Teil der Leute eine Lösung...

my two cents,
Reinald
Daniel

Beitrag von Daniel »

Reinald hat geschrieben:Von der Frage nach dem "erhaltenswerten Zustand" bei 3- Fahrzeugen mal ganz abgesehen.
moooooment, ... Ihr sprecht von mir? Obwohl, ... neeee, ... kann nicht sein, ... meiner ist eher Zustand 8 ;-)

wie so oft im Leben, ... man muss nur die richtigen Leute kennen.

Viele Grüße,

Daniel
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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

Macht egal, Daniel, wenn du mal keinen Tüv meht bekommst, lässt du ihn eben in England zu, da geht das nochmal 10 Jahre ohne Probleme...... :happywink:
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