Öldruck per Bohrmaschine an Ölpumpe

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jürgen

Öldruck per Bohrmaschine an Ölpumpe

Beitrag von jürgen »

Hallo Fans, ich bin der Rentner-Spiti-Restaurierer, der sich seit Oktober bei Euch eingeschlichen hat. Bin gerade beim Wiedervervollständigen meines mal total zerlegten 1500, Bj. 78. Der Motor ist auch überholt, KW geschliffen usw. Bei Montage vor vielen Wochen alle Lager mit Öl versorgt. Da sich das aber sicher wieder verdünnisiert, wollte ich gestern per Bohrmaschine an der Pumpenwelle linksherum mal Druck auf alle Kanäle geben. Dabei kommt aber Öl an der Pumpenwelle nach oben, sodaß sicher kein Öl bis nach ganz oben gedrückt wird. Ist das normal, dann würde doch der hier und da propagierte Trick mit der B. gar nicht funktionieren. Oder ist das Spiel der Pumpenwelle zu groß?
Helft mir mal mit ein paar Meinungen. Danke im Voraus, Jürgen
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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hallo Jürgen
Der Trick funktioniert eigentlich schon!
Also:
Ölpumpe neu ? Wenn ja, dann ist das Spiel auch nicht zu gross.
Ganz blöde Frage: Ölpumpe richtig zusammengebaut, saugt die überhaupt Öl an?
Noch ne blöde Frage: Ist das Öl- Überdruckventil richtig zusammengebaut?

Eigentlich hört man, wie das Öl die Luft aus den Kanälen drückt, man merkt auch anhand der Bohrmaschinendrehzahl dass der Öldruck aufgebaut wird.
Test 1 : auf der Höhe des Verteilerfusses ist ja der Ölkanal (von vorne nach hinten), da gibt es 5 oder 6 kleine Schrauben. Löse eine Schraube, wo Du gut rankommst. Nun BS laufen lassen, kommt da dann Öl raus?
Test 2: Kipphebelwelle demontieren. Am hinteren Lagerbock ist die Ölbohrung für die Kipphebelwelle. BS wieder anschmeissen, kommt da nun Öl raus?

Grüßlis, Brüchi
Spitfire Mk 3 ( 67er), Toledo ( 71er ), Vitesse Estate ( 67er, in Dauerrestauration).....
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo Jürgen,
du hast recht, das gleiche ist mir auch passiert. Die Ursache dafür liegt aber in deiner selbst hergestellten Welle um die Pumpe mit der Bohrmaschine anzutreiben. Die Originalwelle des Zahnrades hat ein paar 100-stel Spiel und zusätzlich dichtet das Zahnrad an der Fläche ab. Ich habe damals einen Rundstahl mit 1 mm Luft genommen ( was ich gefunden habe ) und da ist natürlich das Öl oben raus gekommen. Ergo, nach oben muss der Antrieb dicht sein.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
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MKIII
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Beitrag von MKIII »

Das stimmt, da drückt sich Öl vorbei, aber nach spätestens 10sec baut sich Druck auf und die Lagerstellen werden mit Öl versorgt. Du musst auch nicht die Kipphebelwelle abbauen, nur Öldeckel aufmachen und sehen ob sich Öl zwischen den Kipphebeln vorbeidrückt.

Guten Druck :wink:
Gruß
Norbert
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"Alt werden ist nix für Feiglinge"
Fuhrpark: Spitfire MK3 1969, Porsche V108 1960, NSU Max 1954, Honda CY50 1980
jürgen

Öldruck mit Bohrmaschine

Beitrag von jürgen »

Hallo liebe Helfer! Danke für Antworten und Meinungen.

1. Öldruck war nach einigen Umdrehungen an Hand Drehzahlabfall erkennbar oder anzunehmen.
2. Sicher war meine "Hilfswelle" Schuld an Ölaustritt. Riesenspiel und außerdem von BM axialer Druck, der das Pumpenrad um einige 1/100 nach unten drückt und so das Leck noch vergrößert.
3. Werde Aktion mit besserer Hilfswelle wiederholen.

Melde mich dann wieder. Bin aber z.Z. wegen Hexenschuß bewegungsunfähig.
Danke an Brüchi, Norbert und Roland .
Gruß Jürgen
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