Bremsaufteilung 2-Kreis ab FH80001
Verfasst: 30. Okt 2006, 22:47
Hallo zusammen,
ich besitze einen späten 1500 (nach Fahrgestell-Nummer FH80000) mit metrischen Anschlüssen am HBZ (der mit dem kleinen Deckel).
Mir ist bei der Bremskreisaufteilung folgendes aufgefallen:
Der am HBZ mit P (primary) gekennzeichnete Anschluss versorgt den hinteren Bremskreis, der mit S (secondary) den vorderen.
In allen Zeichnungen, die ich gefunden habe, inklusive dem Original BL Teilekatalog, ist es anders rum: P für vorne, S für hinten, also genau so, wie es sich der Hersteller des HBZ gedacht hat.
Bei RHD Fahrzeugen sieht das so aus:

Die Leitung, auf welche der Pfeil zeigt, ist am Primäranschluss angeschlossen. Bei LHD-Fahrzeugen ist es entsprechend.
Auf das Bremsverhalten wirkt sich das folgendermaßen aus:
Beim Betätigen des Pedals wird durch den Primärkolben zuerst im hinteren Kreis Druck aufgebaut. Erst wenn der Primärkolben einen Weg von ca. 10mm (getestet an einen baugleichen, ausgebauten HBZ) zurückgelegt hat, liegt er am Sekundärkolben an, wodurch im vorderen Bremskreis ebenfalls Druck aufgebaut wird. Dieser Punkt ist auch spürbar.
Bei scharfen Bremsungen überbremst dadurch die Hinterachse leicht.
Ist eigentlich auch einleuchtend: vorne beträgt die gesamte Kolbenfläche 7238mm² (4x 48mm Durchmesser), hinten nur 497mm² (2x 0,7" = 17,78mm).
Dadurch, dass zuerst hinten Druck aufgebaut wird, liegen die Bremsbeläge an der Trommel an, während vorne die Beläge noch gar nicht bewegt wurden.
Jetzt die Fragen:
- wie sieht die Aufteilung primär / sekundär - vorne / hinten bei den älteren 2-Kreis Systemen aus?
- kennt jemand dieses Verhalten der Bremse ebenfalls?
- was haben sich die Kameraden in Coventry dabei eigentlich gedacht?
Die Leitungen vom HBZ zum PDWA können aufgrund der Länge, die am Ausgang des PDWA aufgrund der unterschiedlichen Anschlüsse (M10x1 / M12x1) nicht vertauscht werden.
Ich habe übrigens mal bei einem anderen Fahrzeug (eines italienischen Herstellers
) mit vorne / hinten Aufteilung nachgeschaut: der Primärkolben versorgt dort den vorderen Kreis.
Grüße an alle Licht ins Dunkel Bringer
Jörg
ich besitze einen späten 1500 (nach Fahrgestell-Nummer FH80000) mit metrischen Anschlüssen am HBZ (der mit dem kleinen Deckel).
Mir ist bei der Bremskreisaufteilung folgendes aufgefallen:
Der am HBZ mit P (primary) gekennzeichnete Anschluss versorgt den hinteren Bremskreis, der mit S (secondary) den vorderen.
In allen Zeichnungen, die ich gefunden habe, inklusive dem Original BL Teilekatalog, ist es anders rum: P für vorne, S für hinten, also genau so, wie es sich der Hersteller des HBZ gedacht hat.
Bei RHD Fahrzeugen sieht das so aus:

Die Leitung, auf welche der Pfeil zeigt, ist am Primäranschluss angeschlossen. Bei LHD-Fahrzeugen ist es entsprechend.
Auf das Bremsverhalten wirkt sich das folgendermaßen aus:
Beim Betätigen des Pedals wird durch den Primärkolben zuerst im hinteren Kreis Druck aufgebaut. Erst wenn der Primärkolben einen Weg von ca. 10mm (getestet an einen baugleichen, ausgebauten HBZ) zurückgelegt hat, liegt er am Sekundärkolben an, wodurch im vorderen Bremskreis ebenfalls Druck aufgebaut wird. Dieser Punkt ist auch spürbar.
Bei scharfen Bremsungen überbremst dadurch die Hinterachse leicht.
Ist eigentlich auch einleuchtend: vorne beträgt die gesamte Kolbenfläche 7238mm² (4x 48mm Durchmesser), hinten nur 497mm² (2x 0,7" = 17,78mm).
Dadurch, dass zuerst hinten Druck aufgebaut wird, liegen die Bremsbeläge an der Trommel an, während vorne die Beläge noch gar nicht bewegt wurden.
Jetzt die Fragen:
- wie sieht die Aufteilung primär / sekundär - vorne / hinten bei den älteren 2-Kreis Systemen aus?
- kennt jemand dieses Verhalten der Bremse ebenfalls?
- was haben sich die Kameraden in Coventry dabei eigentlich gedacht?
Die Leitungen vom HBZ zum PDWA können aufgrund der Länge, die am Ausgang des PDWA aufgrund der unterschiedlichen Anschlüsse (M10x1 / M12x1) nicht vertauscht werden.
Ich habe übrigens mal bei einem anderen Fahrzeug (eines italienischen Herstellers
Grüße an alle Licht ins Dunkel Bringer
Jörg