Ich hab mal ein paar Stichworte/Antworten zusammengefasst
- LNG aus USA – Fracking.
Das ist echt Müll. Hängt aber damit zusammen, dass die letzten Jahrzehnte davon ausgegangen wurde, dass das billige Gas für immer und ewig aus Russland kommt. Und weil man ja auf Biegen und Brechen die schwarze Null im Haushalt wollte wurden alle möglichen Projekte liegen gelassen. Ist ja nicht nur der Energiesektor. Nehmen wir noch Schulen/Lehrer, Infrastruktur (Internet, Straßen, Bahn …), Gesundheitswesen, Rente, usw.
Das wurde alles vernachlässigt. Ich vergleich das immer damit, wenn sich zwei Leute mit gleichem Einkommen das gleiche Haus kaufen. Der eine hält das Haus in Stand und hat aber erstmal weniger Geld. Der andere kann protzen, wieviel Geld er hat, aber sein Haus verkommt eben mehr und mehr. Wer hat nach 20 Jahren mehr Werte? Der eine hat mehr Geld auf der Bank, aber wenn der seine Hütte reparieren muss, sieht das dann anders aus. Dann hat er vermutlich weniger auf dem Konto.
Und so sieht das auch bei uns aus. Zum Glück verdienen „wir“ (also Deutschland) genug, damit wir uns das leisten können. Aber einfach und billig wird das nicht, das wieder gerade zu biegen. Aber auch hier - nur Flickschusterei, weil die bittere Wahrheit will keiner verkünden.
- Die Regierungen wollen doch gar nicht, dass der Umweltschutz logisch voran getrieben wird.
Ich denke, das Problem ist, dass keine Regierung – seit vielen Jahren – wirklich etwas entscheiden konnte oder wollte. Entweder konnten sie es nicht, oder wegen der Angst bei der nächsten Wahl eine reingewürgt zu bekommen, haben sie es nicht gemacht. Ich denke, die großen Regierenden der früheren Zeit (Brandt oder Schmidt) konnten das, weil sie echte Macht hatten. Die haben gesagt „so wird’s gemacht“. Basta. Heute sagt der Scholz „So wird’s gemacht“, dann kommt der Lindner „Moment mal, so nicht, da müssen wir was ändern und es so machen“. Dann kommt der Habeck und will noch was geändert haben. Und dann fängt das wieder von vorne an.
Und am Ende kommt irgendein Gematsche raus, was keinem hilft und keiner versteht.
- Wir Bürger sollen "geschröpft" und eingeschränkt werden.
Geschröpft verstehe ich überhaupt nicht. Wo werden wir denn geschröpft? Da solltest Du mal anderswo auf der Welt schauen. Wir kommen in vielen Bereichen sehr gut und günstig weg. Und man muss immer aufpassen ob es wirklich der Staat ist.
- Immer mehr Regeln, immer mehr Überwachung und natürlich immer weniger "Freiheit". Man(n) schaut nur mal nach China.
Du willst doch jetzt nicht damit anfangen, dass wir überwacht werden und mit China vergleichen? Das ist so wie diese Studentin, die auf einer aufgebauten Bühne mit Lautsprechern rumgebrüllt hat und sich mit Sophie Scholl verglich.
Ich kenne kein Land, welches so viele Freiheiten gewährt, wie Deutschland und gleichzeitig so sicher ist. Klar gibt es Länder ohne Gesetze/Polizei/Überwachung, aber … naja, bin ich Frei, wenn ich jederzeit damit rechnen muss überfallen oder umgebracht zu werden?
Welches Land findest Du besser?
- Mein Lieblingsspruch: Bürgerverarsche ....
Wer verarscht wen und wie – bitte, irgendein Beispiel.
Natürlich gibt es immer mal Maßnahmen, die jemandem oder einer Gruppe nicht gefallen oder für die nicht ersichtlich ist, warum das sein muss. Und manche Maßnahmen stellen sich im Nachhinein als falsch heraus. Die Frage ist nur, ob es vorhersehbar war.
Und damit meine ich nicht, dass irgendwer das vorher gesagt hat. So einen gibt es immer. Wäre etwas anderes passiert, hätte das ein anderer schon vorher gesagt. Siehe Angriff auf Pearl Harbor. Da wird oft von Absicht gesprochen, weil es ja Warnungen gab. Stimmt, es gab einige Leute, die das vorhergesagt haben. Aber es gab auch viele Warnungen für andere Gebiete als Ziel. Ich weiß die Zahl jetzt nicht. Aber es gab an dem Tag, wie jeden Tag, ein paar hundert Warnungen wo die Japaner gesehen worden wären oder angreifen könnten, davon auch einige die Pearl Harbor nannten. Jetzt wurde Pearl Harbor angegriffen und dann schreien die, die Recht hatten „Ich habs ja gesagt, ihr wolltet, dass die uns angreifen“ und die anderen Stimmen hört man nicht mehr (und die melden sich auch nicht, weil sie ja unrecht hatten). Und schwupps hat man eine Verschwörungstheorie. Aber man hätte gar nicht alle Ziele bewachen können.
- Zurück zur E- Mobilität: Die Verbrenner sollen "mit Gewalt" verdrängt werden. Dann bleibt nur noch der E Antrieb für den Individualverkehr übrig. Nur noch eine Technologie: schon sind wir wieder leichter kontrollierbar. Egal ob über Strompreis, unglaublich unnötigen Sonderausstattungen oder gar Strombegrenzungen. Und kaum sind die Verbrenner weg "vom Fenster" werden die privaten E- Autos verteufelt. Geht ja jetzt schon los, z.B. über den Umweg Feinstaub. In Stuttgart wird jetzt schon überlegt, die ganz schweren E-Autos in einer Art Umweltzone aus Stuttgart zu verbannen (Gewichtsgrenze ist noch unklar).
Wieviele Technologien hatten wir denn die letzten 30 Jahre? Fossile Brennstoffe, einmal hustet Saudi Arabien und schwupps fährt hier keiner mehr Auto (zumindest nicht sonntags). Hatten wir schon.
Dabei ist gerade Elektro so flexibel und individuell, dass der Staat sich damit sogar ausbootet. Je teurer der Strompreis, desto mehr Leute produzieren ihren eigenen Strom. Geht mit Benzin/Diesel nicht. Gibt ja schon ganze Gemeinden, die sich unabhängig machten, weil ihnen der Strom vom Anbieter zu teuer war oder sie es einfach wollten. Strom kann man sehr leicht erzeugen.
Und die unnötigen Sonderausstattungen kommen nicht vom Staat. Momentan haben wir einen Anbietermarkt – viel Nachfrage, wenig Angebot. Klar, nehmen die Hersteller momentan mit, was geht. Und wer sagt, er würde das nicht, lügt oder ist kein guter Geschäftsmann. Und es ist auch keine Ausbeutung, denn es gibt Alternativen. Das ist wie mit DVD- oder BluRay-Brennern – die kosteten die erste Zeit tausende Euros. Jetzt nicht mehr. Wird bei E-Autos auch nicht anders sein. Es wird viel mehr Anbieter geben (gibt es ja jetzt schon) und die Konkurrenz wird wachsen.
- Zu den Kraftwerken: die Betreiber der Kernkraftwerke haben sich jahrzehntelang ne goldene Nase verdient, nun sollen wir Steuerzahler die Gewinne noch weiter steigern indem wir für die Entsorgung der verstrahlten Abfälle zahlen sollen? Nix da: die Masse der Abfälle ist nur leicht bis mittel verstrahlt, das könnte man tatsächlich in ein ehemaliges Bergwerk einlagern.
Die Entsorgung der (relativ wenigen) hochradioaktiven Abfälle gäbe es auch schon: mit Raketen ab ins All ! Natürlich auf Kosten der Verursacher. Das da Kosten kommen werden, wissen die seit locker 50 Jahren.
Am Ende zahlst Du das immer. Entweder hauen die das gleich auf die Preise noch oben drauf oder der Staat muss ran, indem er den AKW-Strom subventioniert. Alles andere ist blauäugig.
- Alles mit Solartechnik und Windkrafträder zupflastern? na prima.
Dabei kennt man die Energielösung schon seit Jahrzehnten: Fusionskraftwerke. Aber anstatt dort ein paar Miliarden Dollar oder € zu investieren, hat man lieber das schnelle Geld mit Atomkraftwerken gemacht.
Aber welche Firma oder Regierung forscht schon ernsthaft bezüglich des Fusionskraftwerkes? Naaaaaa?????
Niemand, denn sonst gäbe es schon funktionierende, Gewinn bringende Kraftwerke.
Kurzzeitig funktionieren die schon....
Mit einer ausreichenden Menge an diesen Kraftwerken könnte man den gesamten Energiebedarf der Erde umweltfreundlich bereitstellen, zu sehr günstigen Preisen.
Oh, jetzt wird es schwierig. Also zu Deinem Naaaaa? Seit 2007 bauen die (das Projekt selbst ist viel älter – 1998 sind die USA mal ausgestiegen, da muss es schon gestartet gewesen sein) – insg. 27 Länder.
https://de.wikipedia.org/wiki/ITER. „In einer Anhörung vor dem EU-Parlament räumte ITER 2022 ein, dass der Zeitplan zur Fertigstellung des Projekts im Jahr 2035 nicht mehr zu halten sei“. Wir reden da nur über den Versuchsreaktor – eine kommerzielle Nutzung ist noch überhaupt nicht in Sicht. Und da werden schon seit langem viele Milliarden versenkt und es ist nicht klar, ob das wirklich funktioniert und wenn ob auch im großen Maßstab und ob sich das finanziell für Betreiber überhaupt lohnt. Denn selbst wenn es geht, aber zu teuer wäre – baut es keiner.
Aber ja – wir sollten UNBEDINGT Fusionsreaktoren einplanen.
Wir können auch den Ionenantrieb von der Enterprise bauen – gibt auch wissenschaftliche Abhandlungen dazu. Oder vielleicht Einhörner – vielleicht können wir davon ausreichend züchten und irgendwie in Energie umwandeln – schließlich kotzen die Regenbögen, da muss man doch was draus machen können.
Sorry, das war jetzt etwas unsachlich.
Wie gesagt – Windkraft ist nicht mein Favorit und wäre auch nicht nötig, wenn wir die Energie aus Solarenergie ausreichend speichern könnten.
Und wo ist das Problem alle schon zugepflasterten Bereiche mit Sonnenkollektoren zu belegen? Ob auf einem Dach eine PV-Anlage ist, oder nicht ändert überhaupt nichts für die Natur oder die Umwelt. Wiesen zupflastern – ja, das ist schlecht. Aber ob die riesigen Parkplätze von Einkaufszentren oder so mit PV-Anlagen überdacht werden, stört nichts und niemanden. Im Gegenteil, dann steht mein Auto im Schatten und bei Regen werde ich nicht nass. Und Natur ist da schon lange nicht mehr.
Aber statt eine schon lange vorhandene Technik umfangreich zu nutzen soll in eine Technik investiert werden, die es noch nicht gibt, vielleicht niemals außerhalb von Laboren funktioniert und sehr gravierende Nachteile hat.
Hätte man die Solartechnik seit 20 Jahren intensiv ausgebaut, bräuchten wir heute nicht zu diskutieren. Und die Lösung wäre sehr dezentral – also nicht so leicht vom Staat oder einzelnen Konzernen zu kontrollieren. Jeder könnte ein kleiner Stromproduzent sein. Und das wäre auch nicht so anfällig. Wenn ein AKW einen Störfall hat, fallen sehr viele Stromanschlüsse aus. Wenn eine Solaranlage ausfällt, merkt das keine Sau.
Aber vielleicht ist das genau der Punkt, warum die Regierung/Konzerne das nicht möchte. Die möchten lieber wenige, große Energieversorger, damit die besser kontrolliert werden können. Und alle, die für AKWs und Fusionsreaktoren sind, sind in Wirklichkeit – wissentlich oder unwissentlich – die Helfer dieser Machenschaften.