Hallo Ferdinand & Ralf!
TR injektion hat geschrieben: ↑23. Sep 2018, 11:22
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Wie steht der Verteilerfinger der 123 Zündung zum Zündkabelkontakt 1. Zylinder in der Grundeinstellung also auf OT.
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Die Finger-Position hat mich beim Nachjustieren des ZZP auf 8° letzte Woche auch irritiert.
Ich traute mich das aber nicht anzusprechen, da ich manchmal das Gefühl habe, zu viele Informationen auf einmal zu geben ("zu viele Baustellen") ...
Hier die Bilder:

Ich schaffte es nach der 123-Anleitung mit der LED-Methode auch nur auf ca. 14° vor OT, erst durch das Abblitzen und verschieben des Verteilers (gegen den UZ, soweit ich mich noch erinnere) konnte ich die 8° erreichen.
Ich machte mit einem Filzstift 4 Markierungen, wo sich die Zündkabel am Deckel befinden:
Wobei ich beim Ventileinstellen auch noch einmal prüfte, ob die Ventile bei OT geschlossen sind.

Da ich das alles zum ersten Mal machte, weiß ich nicht wie ich das sonst noch prüfen könnte.
Die Markierung der Riemenscheibe steht im Leerlauf beim Abblitzen stabil bei 8° vor OT.
frost hat geschrieben: ↑22. Sep 2018, 19:59
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Zündung auf Kurve 6 mit 8 grad BTDC.
Dann Vergaser auf ca 4% und nachsehen wie das Verhalten ist?
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Ja Ferdinand, das war Heute meine Tagesbeschäftigung, die leider (wieder) schlecht endete.
Nun aber der Reihe nach:
ABT Nadeln | 8° vor OT | Kurve "6" (wie gestern)
Ich habe bei allen Messungen den Gunson immer wieder auf 2% rekalibriert, und fast alle Messungen 2x gemacht
(Die Kantenangaben unten beziehen sich auf die Position von der Referenzstellung von -12 Kanten unter Düsenstockbrücke (-1,5 mm)
Probemessung (gestrige Einstellungen)
LL 900 U/min -2 Kanten Co:12,1 % nach einer Pause 13 %
1. Versuch etwas magerer gestellt (Grundstellung):
LL 850 U/min 0 Kanten Co:11 %
2. Versuch viel magerer gestellt:
LL 850 U/min +4 Kanten Co:4,7 % nach einer Pause Co:4,7 %
Probefahrt, (ca. 6 Km lang, 2 Km bergab - 2 Km gerade - 2 Km bergauf), warum so kurz?
Nun, bei den anderen Einstellversuchen gab es bei den ersten 100m schon ein Beschleunigugnsruckeln und auf der Geraden konnte ich das Magerruckeln bei 3500 U/min schon spüren.
Bergab mit dem 3. Gang ohne Gas "sprotzte" der Motor etwas, das war mir neu...
Leichtes sehr geringes Ruckeln bei 2000-2500 U/min
Probemessung nach der Fahrt:
LL 850 U/min +4 Kanten Co:4,7 %
3. Versuch etwas fetter gestellt:
LL 850 U/min +3,25 Kanten Co:6,4% (1000 U/min Co:5,5%)
Wieder gleiche kurze Probefahrt, Testmessung:
LL 850 U/min +3,25 Kanten Wert pendelte zw. Co:5% - 6,2% (danach reinigte ich den Abgasschlauch des Gunson mit Druckluft vom Kondenswasser, zuvor blies ich nur mit dem Mund durch)
Nach der Mittagspause noch eine Testmessung (Motor nur im Stand warmgelaufen)
LL 850 U/min +3,25 Kanten Co:6,7% (1000 U/min 6,1%)
Wieder kurze Strecke, immer noch das "Sprotzen" bergab und beim "Cruisen", also auf der Ebene mit dem 4. Gang gerade so zwischen Schub-/Zugbetrieb, wieder ein leichtes Ruckeln.
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch recht zuversichtlich, und räumte das Werkzeug weg, um noch eine größere Runde (15 Km) zu fahren.
Nach ca. 7 Km und nach Fahrt mit konstanter Drehzahl von 3500 U/min rasch auf den Parkplatz und Kerzen checken.
(Ich weiß, das ist z.T. nicht sehr beliebt hier, für mich aber ein Ritual

)
Kerzen 2+3 nach der langen Strecke Co: ~6,5%:
Zum Vergleich Kerzen 2+3 nach dem 2. Versuch und kurzer Strecke Co: ~4,7%:
Als ich danach weiterfahren wollte, war das Magerruckeln so stark wie zuvor mit den AAN Nadeln!
Erst als ich wieder -2 Kanten fetter stellte, konnte ich halbwegs vernünftig nach Hause fahren und den Krempel einparken.
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Einzig stutzig macht mich der Umstand, dass wenn ich (lt. Gunson) die Düsennadeln für 4,5% - 6,5% Co verstelle, die DZ bei der Kolbenhubmethode schon bei ca. 0,5mm Hubhöhe um 50 - 100 U/min sinkt = zu Mager (dann aber stabil bleibt).
Wenn ich das Ganze mit den 12% Co mache, dann steigt die Drehzah um rund 100 - 150 U/min (= leicht zu fett?) und bleibt ebenfalls stabil.
Ich halte die Kolbenhubmethode durchaus für zulässig, um festzustellen, ob der Vergaser zu fett oder zu mager eingestellt ist, oder?
Heißt das nun, dass das Gemisch vergaserseitig zu mager und am anderen Ende leicht zu fett bzw. passend (4,5% - 6,5% Co) ist?
(Und dass ich bei 12% Co den ruhigsten Motorlauf habe, was aber außerhalb der vernünftigen Paramter liegt)
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So, nun bin ich soweit, dass ich mit meinem Latein, meiner Kraft und meinen Möglichkeiten wirklich am Ende bin.
Ich werde daher nächste Woche versuchen, professionelle Hilfe vom Mechaniker zu bekommen.
