Ich verstehe auch nicht, warum die nicht genau wissen, welche und wieviele Autos wo untergebracht waren. Ich hätte erwartet, dass die das genau wissen. Ob es ein E-Auto war oder nicht ist im Prinzip auch völlig egal.
In jedem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ein E-Auto war sehr viel geringer. Selbst wenn genausoviele E-Autos wie konventionelle Autos auf dem Frachter gewesen wären, wäre es 60x wahrscheinlicher, dass es ein Verbrenner war. Und wenn man noch bedenkt, dass E-Auto-Brände eher beim Ladevorgang passieren, dann reduziert sich das noch mehr, weil ja an Bord sicher nicht geladen wurde.
Die Geschichte, dass E-Autos und Salzwasser nicht zusammenpassen ist Quatsch. Das ganze System ist hermetisch abgedichtet - daher können E-Autos auch durch viel tieferes Wasser fahren, als vergleichbare Verbrenner (natürlich nicht mit einem Landrover mit Schnorchel zu vergleichen). Das ist ja auch das Problem mit dem Löschen. Das Löschwasser kommt nicht dorthin, wo es wirken müsste. So bleibt nur, den Akku so lange zu kühlen, bis er "leer" ist. Also wird das Auto in Wasser getaucht. Und da kommt diese Löschlanze ins Spiel. Die wird als Dorn in den Akku getrieben und dann Wasser direkt in den Akku eingespritzt. Fertig. Völlig egal, wie lange das Auto vorher gebrannt hat. Es geht ja darum, dass der Batteriebrand beendet wird, damit der das restliche Auto nicht wieder entzündet. Zuerst muss der normale Brand gelöscht werden, damit man überhaupt dran kommt. Dann die Lanze und alles ist aus.
Und was die Sache mit "wieder neues Equipment kaufen" angeht. Muss die Feuerwehr sowieso, weil sich auch andere Dinge ändern. Wenn ich mich an meine Anfänge erinnere (war 20 Jahre bei der Feuerwehr) - Ford Transit mit TS 8/8 und eine Anhängeleiter. Später eine DLK - so ein Mercedes Kurzhauber. Als persönliche Ausrüstung die orangene Jacke und den Aluhelm mit Ledernacken, Fangleine und Beil. Als ich die Feuerwehr verlassen habe, hingen diese Teile eher im Museum. Jetzt stehen da als Großfahrzeuge ein HLF 20/16, ein LF16/12, eine moderne DLK und noch ein paar kleinere Fahrzeuge. Und die sind alle voll mit Geräten und die wurden ja nicht aus Jux und Dollerei gekauft - sondern einfach, weil es nötig wurde. Ich denke, diese Löschlanze ist ein eher günstiges und gut zu verstauendes Gerät, was auch noch relativ einfach zu handhaben ist.
Und der Akku eines Handys brennt viel spektakulärer, als der eines Autos. Der vom Handy explodiert ja praktisch, weil der eine so dünne "Haut" hat. Beim E-Auto - auch bei dem "echten/realen" Beispiel - brennen ja eher die konventionellen Teile. Nachdem der Nicht-Akku-Brand gelöscht war (ca. Minute 5), war das nicht mehr so spektakulär. Bis dahin brannte eben das Auto an sich - also Innenraum, Kunststoffteile, Reifen ... alles, was bei einem Verbrenner auch brennen würde. Aber dann wird es eben schwer, den letzten Rest des Autos - den Akku - zu löschen. Wie das auch z.B. bei nachlaufenden Kraftstoffen passieren kann - dann bekomme ich den Brand auch nicht so leicht mit Wasser aus, dann brauche ich Schaum oder es wird wirklich aufwendig. Mit Wasser muss man dann ja auch vorsichtig sein, sonst habe ich eine Ausbreitung des Brandes, weil Benzin auf dem Wasser schwimmt und ich dann einen brennenden Fluss erzeuge, der sonstwohin fließen kann (
https://www.youtube.com/watch?v=GKO75VpqxR8). Sowas passiert beim E-Auto nicht.