3D-Scan von Verkleidungsteilen
- ThomasE
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Wie möchtest du denn die Teile anschließend herstellen?
Gussform fräsen lassen oder drucken lassen?
Ist halt abhängig wie man die Punktewolke bearbeiten muss.
Falls du Unterstützung brauchst, hab NX oder Catia zur Verfügung.
Gussform fräsen lassen oder drucken lassen?
Ist halt abhängig wie man die Punktewolke bearbeiten muss.
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Hab nach vielen Monden wieder angefangen an alten Autos rum zu schrauben.
- Jester
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Der eigentliche Aufwand des scannens ist gar nicht so groß (ca. 30 Min.) - wie immer kann man in die Nachbearbeitung gewünscht viel Zeit stecken. Mir ging es nur mal darum, die Form zu erfassen (und mit euch zu teilen) - und daran auch zu üben.
Eine freie Nachkonstruktion ist bei dem Teil wirklich schwierig, da es in alle Richtungen gebogen ist und gegenläufige Rundungen hat. Ohne eine wirkliche Bezugsebene ist da eine Neukonstruktion schwierig (zumindest ist unser 3D-Spezialist hier im Haus dran verzweifelt). Deswegen wollten wir es mal mit scannen und nachbearbeiten versuchen.
Mein persöhnlicher Favorit wäre da tatsächlich klassisch analoger Formenbau für eine Nachfertigung: abformen einer Vorlage, daraus einen Abformkörper herstellen und dann in diesem Fall positiv mit Thermoformverfahren und Polystyrol als Material herstellen. Wenn der Arbeitsablauf mal steht ist natürlich auch ein mehrfaches kopieren möglich.
Jedenfalls haben sich die Kollegen bei Triumph damals echt angestrengt, ein kompliziertes Teil herzustellen, das jetzt einige Probleme verursacht.
Für mein persöhnliches Projekt kann ich ja zum Glück jetzt auf ein gebrauchtes Originalteil zurückgreifen (danke nochmal Dani für den Tip). Leider ist das Ersatzteil schwarz und die Innenausstattung meines GT6 weiß. Im nächsten Schritt wird das Teil jetzt mit weißem Kunstleder bezogen, um es an den Dachhimmel anzupassen und dann kann ich es endlich im Fahrzeug montieren und es hängen keine Kabel mehr vom Himmel.
Gruß, Markus
Eine freie Nachkonstruktion ist bei dem Teil wirklich schwierig, da es in alle Richtungen gebogen ist und gegenläufige Rundungen hat. Ohne eine wirkliche Bezugsebene ist da eine Neukonstruktion schwierig (zumindest ist unser 3D-Spezialist hier im Haus dran verzweifelt). Deswegen wollten wir es mal mit scannen und nachbearbeiten versuchen.
Mein persöhnlicher Favorit wäre da tatsächlich klassisch analoger Formenbau für eine Nachfertigung: abformen einer Vorlage, daraus einen Abformkörper herstellen und dann in diesem Fall positiv mit Thermoformverfahren und Polystyrol als Material herstellen. Wenn der Arbeitsablauf mal steht ist natürlich auch ein mehrfaches kopieren möglich.
Jedenfalls haben sich die Kollegen bei Triumph damals echt angestrengt, ein kompliziertes Teil herzustellen, das jetzt einige Probleme verursacht.
Für mein persöhnliches Projekt kann ich ja zum Glück jetzt auf ein gebrauchtes Originalteil zurückgreifen (danke nochmal Dani für den Tip). Leider ist das Ersatzteil schwarz und die Innenausstattung meines GT6 weiß. Im nächsten Schritt wird das Teil jetzt mit weißem Kunstleder bezogen, um es an den Dachhimmel anzupassen und dann kann ich es endlich im Fahrzeug montieren und es hängen keine Kabel mehr vom Himmel.
Gruß, Markus
- Jester
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
@ThomasE
Danke für die angebotene Hilfe. Hier im Haus sind wir Software sehr gut versorgt, da werde ich in den nächsten Monaten mal damit spielen und Nachbearbeitungsversuche machen. Kann sein dass ich vielleicht mal mit dummen Fragen nerve!
Gruß, Markus
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- greasemonkey
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Mit Thermoformverfahren meinst Du per CNC ein abformbares Teil erstellen und mit erhitzter Folie auf einem Vakuumtisch abformen und dann passend schneiden. Ich denke mal eine klassische Spritz-Gussform, die mit Extruder befüllt werden, wirst Du nicht herstellen wollen. Das Ding wäre riesig und unbezahlbar.
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- Jester
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Genau - Positivform herstellen (allerdings nicht gefräst sondern abgegossen), eine geeignete Kunststoffplatte nehmen, erhitzen und mithilfe von Unterdruck über die Form ziehen und abkühlen lassen. So werden derartige Teile normalerweise hergestellt - und wenn ich mir das Originalteil so anschaue war das auch damals das Produktionsverfahren.
Eine Spritzgussform in der Größe würde einen 6-stelligen Betrag kosten. Das ist mir dann doch zu teuer!
Zudem bezweifel ich dass die Nachfrage nach speziell diesen Bauteilen so groß ist dass sich das lohnen würde - bei Käfer oder Golf OK, aber beim GT6 ...
Da lohnt sich eher ein Gebrauchtteil im Netz zu suchen. Auch das konventionelle Abformen wäre ein großer Aufwand (zumindest bei Auflage 1). Steht die Form und die Thermoformvorrichtung, dann ist der Aufwand überschaubar - bis dahin invenstiert man aber viel Zeit und Geld. Und für 150.- US-Dollar gibts es das ja in den USA zu kaufen ...
Jetzt werde ich erstmal Lehrgeld beim beziehen des Teils bezahlen! Ach, was haben wir doch für ein schönes Hobby ...
Eine Spritzgussform in der Größe würde einen 6-stelligen Betrag kosten. Das ist mir dann doch zu teuer!

Da lohnt sich eher ein Gebrauchtteil im Netz zu suchen. Auch das konventionelle Abformen wäre ein großer Aufwand (zumindest bei Auflage 1). Steht die Form und die Thermoformvorrichtung, dann ist der Aufwand überschaubar - bis dahin invenstiert man aber viel Zeit und Geld. Und für 150.- US-Dollar gibts es das ja in den USA zu kaufen ...
Jetzt werde ich erstmal Lehrgeld beim beziehen des Teils bezahlen! Ach, was haben wir doch für ein schönes Hobby ...

- ThomasE
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Du könntest aber auch aus Glasfaser das Teil laminieren oder?
Stelle mir vor das ein geeigneter Kunststoff so in etwa 100°C aushalten sollte.
Ev. mehr?
Schließlich soll das Teil ja in der Sommersonne nicht weglaufen!
Irgendwann wird es schwierig die benötigte Temperatur zu erreichen. um den Kunststoff tief zu ziehen.
Negativform laminieren ist zwar ein hoher zeitlicher Aufwand aber ist ja ziemlich worscht...
Hast Du Zugriff auf eine Tiefziehvorrichtung?
Stelle mir vor das ein geeigneter Kunststoff so in etwa 100°C aushalten sollte.
Ev. mehr?
Schließlich soll das Teil ja in der Sommersonne nicht weglaufen!
Irgendwann wird es schwierig die benötigte Temperatur zu erreichen. um den Kunststoff tief zu ziehen.
Negativform laminieren ist zwar ein hoher zeitlicher Aufwand aber ist ja ziemlich worscht...

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- greasemonkey
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Als ersten Schuss um nachzusehen ob man noch was abändern sollte kannst Das Teil ja auch erstmal auf einem ganz normalen 3D-Drucker (FDM Verfahren) herstellen. Dann einpassen und schauen ob noch irgendwo etwas geändert werden sollte.
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- MiSt
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Für wahlweise eine Negativform (GFK-Laminat) oder eine Positivform (Tiefziehen) hätte man doch einfach das Originalteil abformen können, oder könnte das immer noch
.
Ist ja fast wie zuweilen im Modellbau-Hobby: maximaler Aufwand für minimalen Ertrag

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Zuletzt geändert von MiSt am 7. Feb 2025, 17:24, insgesamt 1-mal geändert.
Michael St*****
Beware the fisherman, who's casting out his line into a dried-up river bed.
Don't try to tell him, 'cos he won't believe you.
Throw some bread to the ducks instead, it's easier that way.
(Tony Banks, Genesis)
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- greasemonkey
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Die Form zum Tiefziehen muss man aber auch herstellen. Man kann ja nicht einfach das Original in den Vakuumtisch legen.
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- Andi
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Bei dem Teil würd ich fast sagen doch.
Ist selbst sehr dünn und einen Hauch größer ....naja,müßte man mal probieren.
Allerdings sind die 3 Teile die ich hatte super empfindlich gewesen wohl weil der Weichmacher raus war.
Etwas Druck und das zerbricht.
War froh das ich eins heile hatte und wie ein rohes Ei behandelt.
Ist selbst sehr dünn und einen Hauch größer ....naja,müßte man mal probieren.
Allerdings sind die 3 Teile die ich hatte super empfindlich gewesen wohl weil der Weichmacher raus war.
Etwas Druck und das zerbricht.
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Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Was dann noch nicht mal original aussieht....da hättest du auch einfach ne kaputte Abdeckung mit Fiberglas reparieren und beziehen können...
Oder gleich das Teil in der richtigen Maserung und Farbe (weiß ) in den USA bestellen sollen...
Ich versteh den Aufwand, wenn danach das Ergebnis stimmt.....aber so?
-
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Er hat Spaß daran, sieht das als Fingerübung für spätere Projekte - was ist daran denn schon wieder verkehrt? Warum wieder so negativ? Er macht es für sich, lässt uns Interessierte dran teilhaben - wem das nicht gefällt, kann doch weiterscrollen und sich Kommentare sparen?!!
Ein Dach - wer braucht ein Dach??
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Das ist normal, es ist doch viel einfacher, über eine Idee abzulästern, anstatt sie selbst umzusetzen, oder besser zu machen oder eben anders.Schorse hat geschrieben: ↑8. Feb 2025, 11:06 Er hat Spaß daran, sieht das als Fingerübung für spätere Projekte - was ist daran denn schon wieder verkehrt? Warum wieder so negativ? Er macht es für sich, lässt uns Interessierte dran teilhaben - wem das nicht gefällt, kann doch weiterscrollen und sich Kommentare sparen?!!
Siehe auch Lautsprechergehäuse im Fußraum!
Ein Bekannter von mir fertigt im 3-D-Druck Stub Stacks an..........er wird diese NICHT HIER anbieten.
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Ich bewunder sowas sogar.
Und zieh das selbst durch.
Könnt so manches neu kaufen weil Zeit manchmal wertvoller ist als Geld aber selbst machen oder reparieren gibt mir oft mehr.
Deshalb hab ich überhaupt erst mit restaurieren angefangen.
Die meisten meiner Fahrzeuge hab ich nach fertigstellung verkauft und meist ohne Gewinn.
Vom Spaß am aufarbeiten mal abgesehn.
Und zieh das selbst durch.
Könnt so manches neu kaufen weil Zeit manchmal wertvoller ist als Geld aber selbst machen oder reparieren gibt mir oft mehr.
Deshalb hab ich überhaupt erst mit restaurieren angefangen.
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Vom Spaß am aufarbeiten mal abgesehn.
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- kamphausen
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Re: 3D-Scan von Verkleidungsteilen
Was sind "Stub stacks"? Hat er die Dateien einfach veröffentlicht, so wie ich das gemacht hab?Jogi, HB hat geschrieben: ↑8. Feb 2025, 11:18
Das ist normal, es ist doch viel einfacher, über eine Idee abzulästern, anstatt sie selbst umzusetzen, oder besser zu machen oder eben anders.
Siehe auch Lautsprechergehäuse im Fußraum!
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Im TR6 hab ich auch 3D-Gedruckte Lautsprechergehäuse...."Still work in progress"
https://straightsix.de/doku.php?id=start:2_tr6:hifi
und meinen abschließbaren Tankstutzeneinsatz kannst du bei Thingiverse runterladen...
https://www.thingiverse.com/thing:3098738
Ich hab selber sowohl nen originale Feder-/Scharnierabdeckung (in brüchig und kaputt) als auch die Replik aus den USA hier liegen und kann sagen: Sehen absolut gleich aus (auch von der Obergflächenmaserung) und das Neuteil ist halt aus "frischem" Kunststoff, der wieder 50 Jhre hält....