Vergaserproblem - oder doch nicht?

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Daniel67

Vergaserproblem - oder doch nicht?

Beitrag von Daniel67 »

Hallo Ihr tapferen und hilfreichen Spitfire-Besitzer,

ich brauch mal Eure Hilfe.

Mein Spitfire ´79, 1500, Fächerkrümmer, HS4, K&N, AAt´s, läuft, und zwar nur, wenn er warm ist, (manchmal bis meistens) bei 2200 U/min.

Vordere Drosselklappenwelle ist leicht ausgeleiert (gummiringe und Fett angebracht). Das Problem ist während des Winters aufgetaucht (steht in der Garage, also kein Frostschaden).

Ich habe gestern versucht, nachdem ich ihm neue Düsenstöcke spendiert und die paßgenauigkeit der Dämpfer überprüft habe, den Vergaser einzustellen. Nach Anleitung aus einem im alten Forum veröffentlichen Handbuch und der Anweisung auf der Seite des Spitfire-clubs.

Wenn ich die "Kontrollstifte" seitlich an den Vergaserdomen leicht anhebe steigt die Drehzahl leich und fällt dann wieder leicht ab: soweit alles gut. Wenn ich aber mal wieder Gas gebe, passiert es in 75% aller Fällr, daß er bei 2200 U/min hängen bleibt oder auch aus dem Leerlauf heraus so hoch dreht.. Wohl gemerkt: nur, wenn er warm ist.

Ach so: Hitzeschutzblech ist auch drin.

Zündzeitpunkt stimmt. Unterdruckdose funktioniert.

Im Fahrbetrieb stellt sich das Problem ein, wenn ich vor einer Ampel anhalten muß. Oft kupple ich so spät aus, daß ich den Motor auf 800 U/min "runterwürge", dann geht es. Wenn ich Pech habe dreht er dann wieder hoch. Zum Anfahren reicht es aber nicht, dafür ist er dann zu schwach.
Meine Vermutung ist deshalb, daß das Gemisch zu mager ist, er also irgendwo zwischen Drosselklappen und Zylinder Luft zieht.

Hat sowas schon mal jemand gehabt? Wißt Ihr vielleicht, wo ich noch suchen kann ( Schrauben sind alle fest). Wie jann ich prüfen, wo die Luft reinkommt, ohne den Wagen mit Starterpilot abzufackeln? Obwohl, manchmal ist mir schon danach :roll: .

Übrigens, er muß diese Woche zum TÜV :x .

Besten Dank vorab für Eure Bemühungen und viele Grüße

Daniel
Daniel

Beitrag von Daniel »

exakt das gleich hatte ich auch, ... zum Prüfen auf Falschluft übrigens lieber Bremsenreiniger o.ä. verwenden (leerlauf geht in die Knie) kann man meineserachtens besser erkennen, ob er Falschluft zieht.

die einzig vernünftige Lösung, ist das neuausbuchsen der Vergasergehäuse etc. (neue Wellen und so)

weil man dafür die Vergaser aus der Hand geben muss und somit den Wagen nicht fahren kann, habe ich mir mit nem Behelf ausgeholfen, der bis jetzt ganz gut geht. Seitdem ist dieses Problem nicht mehr aufgetreten.

Viele Grüße,

Daniel
Daniel67

Beitrag von Daniel67 »

Hallo Daniel,

das ging ja schnell (bin ich auch nicht anders gewohnt in diesem Forum :D ).

Der Tipp mit dem Bremsenreiniger ist gut, werde ich probieren. Vergaser überholen lassen ist ja immer ein guter Tipp. Scheidet aber momentan mangels Masse aus.

Allerdings bin ich bis dahin vor Neugier geplatztt, wie Du Dir beholfen hast. Bitte bewahre meiner Familie also den Ernährer und sag mir schnell, was Du gemacht hast.

Besten Dank und beste Grüße

Daniel
Daniel

Beitrag von Daniel »

HI Daniel, ... also, ... jetzt fang ich mir wahrscheinlich wieder ne Menge Watschn ein, ... aber gut, muss ich halt durch. ich habe links und rechts der Drosselklappen (also quasi IN den Lagern) jeweils eine knapp (nicht ganz) 1 mm tiefe Nut gefräst, ... das ist kein Hexenwerk und geht auch mit nem Akkuschrauber und ner Schlüsselfeile. dann habe ich da 6x1 mm O-Ringe reingefriemelt (also 6 mm durchmesser und 1 mm stark) in diesem Zuge habe ich mir noch Drosselklappen OHNE dieses komische Ventil besorgt (allein die fand ich schon unverschämt teuer wollte ich bei mir aber machen, da bei meinen Vergasern unterschiedliche drin waren :shock: ) und das ganze wieder zusammengepappt.

Das wird mit Sicherheit nicht solange halten, wie eine vernünftige Überholung hat aber auch nur (abgesehen von den Drosselklappen) wenige Eur und auch nur eine Halbe Stunde Arbeit gedauert, ...

bis jetzt funktioniert das sehr gut (ist allerdings auch erst ca. zwei Monate her)

Wenn Du magst, kannste ja mal rumkommen, und wir probieren das zusammen, O-Ringe hab ich noch da. Mettmann liegt bei Düsseldorf, dürfte also nicht unmöglich weit sein ;-)

Viele Grüße,

Daniel
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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hi Daniel
Sind die Düsenstöcke auch richtig justiert/zentriert?
Klemmt das Gestänge nirgends, klemmt der chokezug/Gaszug nirgends?

Vergess diesen "Kontrollstift", hat z.B. beiu meinen Vergasern noch nie funktioniert.
Wie sehen denn die Zündkerzen aus?

Vergaser: sind die dicht oder tröpelt da auch mal ein wenig Sprit raus?

Grüßlis, Brüchi
Spitfire Mk 3 ( 67er), Toledo ( 71er ), Vitesse Estate ( 67er, in Dauerrestauration).....
Daniel67

Beitrag von Daniel67 »

Hallo Brüchi,

also die Düsenstöcke habe ich von unten in die "Düsenstockhalterung" geschoben und mit einer Schraube am Gestänge fixiert, so wie ich die alten ausgebaut habe.
Choke und Gaszug sind frei. Hab ich zum Einstellen ja auch gelöst und erst nachher wieder fixiert. Die hohe Drehzahl entsteht also auch, wenn die Klemmschrauben lose sind.
Kerzen muß ich noch kontrollieren. Bin noch nicht gefahren seit gestern Abend.
Und ja, die Vergaser sind ein wenig inkontinent. Seit ich die neuen Düsenstöcke eingesetzt habe aber sehr viel weniger als vorher. Dämpferöl ist drin und wird m.E. gar nicht verbraucht.

Kann der Krümmer oder die Dichtung zum Motor undicht sein? Die Schrauben hab ich kontrolliert. Dichtungen zwischen Hitzeschutzblech und Krümmer hab ich auch drin.

Es passiert halt nur, wenn er richtig warm gelaufen ist. Nach meinem laienhaften Verständnis dehnt sich Metall bei Hitzer aus; hierdurch könnte es zu Spalten kommen, durch die er falsche Luft zieht. Aber wo?

Beste Grüße

Daniel
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tomsail
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Beitrag von tomsail »

hallo alle!
jetzt fang ich mir wahrscheinlich wieder ne Menge Watschn ein
wieso? :wink:

so lang du nix an den gehäusen rumdremelst ist ja alles mit ein paar euro für neue wellen wieder gerichtet :wink:

das mit den neuen drosselklappen war übigends luxus. die schnüffelventile kann man ganz einfach zulöten.

falschluftkontrolle mit bremsenreiniger... trotzdem aber vorsicht mit den heissteilen!!! :shock:
am besten einen CO2-löscher nebendran!

grüße
thomas
Daniel67

Beitrag von Daniel67 »

Hallo thomas,

können die "Schnüffelventile" eigentlich auch falsch eingestellt sein? Welche Funktion haben sie, wenn es auch ohne geht?

Besser raus damit bzw. zulöten oder drinlassen? Wenn ich die Vergaser schon mal abbaue, will ich das nicht so bald eider machen ( jaja ich weiß : alles murks, wenn sie nicht vernünftig überholt werden etc.). Aber: siehe Sachzwänge oben :oops: .

Beste Grüße

Daniel
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi Daniel,

hier die Funktion der Pop-valves:

Im Schiebebetrieb steigt der Saugrohrunterdruck stark an, wobei der Brennstofffilm an den Saugrohrwänden sehr schnell verdampft und fettes Gemisch entsteht. Ausserdem strömt wegen des hohen Unterdrucks ein Teil der Abgase in das Saugrohr zurück und beeinträchtigt die Zündfähigkeit des Gemisches. Dadurch steigt im Schiebebetrieb die Konzentration unverbrannter Kohlenwasserstoffe plötzlich auf hohe Werte an. Dies wird selbst durch völliges Abschalten der Brennstoffzufuhr beim Schiebebetrieb wegen des Brennstoffilms im Saugrohr nicht verhindert. Es sind deshalb Einrichtungen notwendig, die die Verbrennung im Schiebebetrieb sichern. Neben Drosselklappenschließdämpfern werden auch vom Saugrohrdruck oder elektronisch betätigte Ventile benutzt, die unter umgehung der Drosselklappe Zusatzgemisch vom Vergaser ins Saugrohr gelangen lassen.

mfG
Harry

PS, kann weg! :Harry:
Daniel

Beitrag von Daniel »

tomsail hat geschrieben:...ganz einfach zulöten.
hab ich versucht, ... aber so einfach war das nicht. zudem die Öffnung in der Drosselklappe doch recht gross ist, ...

wie lötest Du denn sowas zu?

Viele Grüße,

Daniel (aus Mettmann)
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tomsail
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Beitrag von tomsail »

hallo daniel,

ja, sooo gehts natürlich nicht.... die öffnung in der drosselklappe wirst du mit lot allein nicht zufriedenstellend verschliessen können.
aber dafür hast du ja das ventil!
das verlötest du ordentlich mit der drosselklappe, danach stift und feder ab und weg damit. geht recht gut!

grüße
thomas
Daniel

Beitrag von Daniel »

uiuiui, ...thomas, ... ich seh schon, ... in einigen Punkten werden wir uns einfach nicht einig (muss aber auch nicht ;-))

liebe Grüße an den Bodensee,

Daniel
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tomsail
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Beitrag von tomsail »

mhhh... wo ist das problem beim verlöten des ventils? das versteh ich nun wirklich nicht :? :?
das geht doch recht einfach, kosten tuts nix... wo also werden wir uns nun wieder net einig?

das mit dem zulöten siehst du hier (bild8)
http://www.bobs-services.de/pdf/1998_12 ... petrol.pdf

grüße
thomas
Zuletzt geändert von tomsail am 28. Mär 2007, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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alex0469
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Beitrag von alex0469 »

Harry hat geschrieben::mrgreen:

Hi Daniel,

hier die Funktion der Pop-valves:

Im Schiebebetrieb steigt der Saugrohrunterdruck stark an, wobei der Brennstofffilm an den Saugrohrwänden sehr schnell verdampft und fettes Gemisch entsteht. Ausserdem strömt wegen des hohen Unterdrucks ein Teil der Abgase in das Saugrohr zurück und beeinträchtigt die Zündfähigkeit des Gemisches. Dadurch steigt im Schiebebetrieb die Konzentration unverbrannter Kohlenwasserstoffe plötzlich auf hohe Werte an.
Kommt daher dass Ploppende Auspuffgeräusch im Schiebebetrieb ?

Gruß Alex
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Daniel

Beitrag von Daniel »

@Thomas, ... nene, ... mein Beitrag war nicht ganz ernst gemeint, ... deswegen ja auch der Zusatz "muss ja auch nicht ;-)" ich hab vergasermässig nen leichten spleen, dort so strömungsoptimiert, wie möglich zu arbeiten, ... das ist aber wirklich nur nen Tick von mir, und da müssen wir uns ja auch nicht einig sein ;-) (ich weiss auch nicht warum das so ist, ... es gäbe gerade an meinem Spiti durchaus sinnvolleres zu tun, .... hmmmm)

ansonsten finde ich die Idee gut, mit ein wenig nachdenken hätte ich da eigentlich auch drauf kommen können (oder sollen? :shock: )

Viele Grüße,

Daniel
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