ganz kurz ein paar Worte zu meiner Spitfire und mir, bevor ich Euch mit meinen Fragen überfalle.
Ich bin Ende 30 und wohne in Osthessen. 1995 habe ich mir -damals noch als Student- in England eine Spitfire 1300 Bj. 1972 gekauft. Die Technik war damals "sound" die Karrosserie naja. Rechtslenker, Doppelvergaser, Doppelauspuffanlage, Overdrive, kein Stoffverdeck lediglich ein billiges Hardtop, innen alles blank bis auf Instrumente und neue Ledersitze.
Hatte die Spitfire dann für insgesamt für 1 1/2 Jahre in GB angemeldet und versichert und bin damit hier in D rumgefahren. MOT (engl. TÜV) habe ich auch noch einmal in GB machen lassen. Dann zog sich das Studium, das Geld wurde knapper und so habe ich das gute Stück schließlich 1997 in einer Garage abgestellt.
Nach dem Studium dann arbeitsreiche 80-Stunden Wochen, sodaß nun zwar das Geld da war, aber nichtmehr die Zeit, etwas an der Spit zu machen. Seit 1997 steht sie nun da. Motor nie angelassen, noch nicht mal aus der Garage rausgeschoben. Sie hat Null Aufmerksamkeit bekommen, außer vielleicht einen verträumten Blick, verbunden mit einem Stoßseufzer. Ich weiß, es ist eigentlich eine Schande.
Nun habe ich wieder etwas mehr Zeit und möchte die Spitfire gerne wieder zum Leben erwecken. Ich bin mit dem Auto relativ stark emotional verbunden, da ich einmal in Calais, umzingelt von nicht gerade freundlichen und hilfsbereiten Franzosen alleine eine halbe Hinterachse gewechselt habe, nachdem sie gebrochen war. Werkzeuge und Hilfsmittel waren: aus 1,5km Entfernung herangeschleppte Industriepaletten(!) zum abstützen, Hammer, Schraubenzieher und Schraubenschlüssel.
Ich möchte die Spitfire gerne wieder fahren, bin auch gerne bereit ab und an die notwendige Wartung durchzuführen. Sie wäre dann Zweitwagen neben meinem A4 Schiffsdiesel. Ich weiß, daß es ein altes Auto ist und deutlich mehr Aufwermsamkeit als ein moderner Wagen benötigt und verdient. Konsequentes "Schrauben" scheidet aber wegen mangelndem (Spezial-)Werkzeug, Platz und Zeit aus.
Als halber Maschinenbauer habe ich grundlegendes technisches Verständnis, keine ganz linken Hände, aber insgesamt zu wenig Geduld für solche Fitzelaufgaben wie Spachteln, etc.
Eine Frage, die sehr gerne aus dem Bauch heraus beantwortet werden kann. Würdet ihr das Auto versuchen wieder aufzubauen (oder zu lassen) oder verkaufen?
Gibt es vertrauenswürdige Firmen, die einen solchen Komplettaufbau durchführen. Wieviel kostet so etwas? Ich weiß, ist in Ferndiagnose schwierig, aber ich bräuchte mal eine Hausnummer sowas wie 3.000, 5.000 oder 10.000 Oiro?
Wie bekäme ich das Auto dorthin? Habe keine Anhängekupplung geschweige denn Zugriff auf einen Hänger.
Wie bekomme ich TÜV? Englische Papiere sind vorhanden, wenngleich ich wohl etwas suchen müßte. Ist das kompliziert? Hatte den Wagen damals mal zu einem kurzen Gespräch beim TÜV vorgefahren, der meinte (natürlich völlig unverbindlich) lediglich die Warnblinkanlage müßte nachgerüstet werden.
Gibt es in meiner Nähe spezialisierte Werkstätten, die kompliziertere Wartungen durchführen können?
Puh, ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel geschrieben und hoffe auf Eure Hilfe.
Danke schon mal für alle Antworten!
Stefan