Was für eine Hebebühne

Über uns, aber auch allgemeine Fragen zum Fahrzeug aber auch Beanstandungen und konstruktive Kritik ......
mpanzi
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Was für eine Hebebühne

Beitragvon mpanzi » 12. Mai 2018, 16:47

Hallo, wir haben uns einen Bauernhof gekauft und werden demnächst (naja, Ende dieses, Anfang nächstes Jahr) weit in den Süden Deutschlands ziehen (20 km bis zum Bodensee). Soweit nur am Rande. Jedenfalls werden wir da soooo viel Platz haben, dass mir meine Holde eine Hebebühne genehmigt hat. Und - da ich ja rechtzeitig informiert sein muss - schaue ich mich mal so um, was es so gibt. Und wenn mir zufällig eine gute Gebrauchte über den Weg läuft ... man weiß ja nie :-).

Jetzt geht es erstmal darum, was es für eine sein soll.

1-Säulen-Hebebühne - was soll das? Mir fällt absolut kein Vorteil ein, wo man sowas brauchen könnte. Man kann praktisch nix am Unterboden (Auspuff, Kardanwelle ...) machen, weil immer diese Streben im Weg sind.

2-Säulen-Hebebühne - wohl der Klassiker. Vorteil dürfte sein, dass der Unterboden von allen Hebebühnen am besten zugänglich ist. Nachteil ist, dass man jedes Mal auf dem Boden rumkrauchen muss um die Hebepunkte richtig zu treffen. Noch einen Nachteil sehe ich darin, dass die Säulen in der Mitte des Autos sind - meistens auf Höhe der Fahrertür. Nicht nur Aussteigen ist schwieriger, auch wenn man bei offener Tür was arbeiten will. Hatte ich gerade beim Auto eines Freundes - wir wollten an den Pedalen was arbeiten und hatten uns - auch wegen Ölwechsel und so - einen Bühnenplatz in einer DIY-Werkstatt gemietet. Tja, Tür auf und locker im Stehen an den Pedalen arbeiten ging leider nicht, weil die Tür nicht weit genug geöffnet werden konnte. In meinem Fall käme noch hinzu, dass die Scheune in die meine Werkstatt kommt, nur einen unbefestigten Boden hat. Ich müsste also ein richtig großes, dickes Fundament gießen.

4-Säulen-Hebebühne - nur zum Parken? Im Internet finde ich immer Hinweise, dass das eine Park-Hebebühne wäre. Aber ich denke, man kann darunter auch arbeiten - oder gibt es Park-Hebebühnen und Arbeits-Hebebühnen unter den 4-säuligen? Vorteil ist wohl, dass man einfach drauffahren und hochheben kann. Und wenn man an die Räder muss, dann gibt es ja den Freiheber, die man von unten ja auch gut positionieren kann. Da sie vier Beine hat, sind die Anforderungen an das Fundament wohl nicht so hoch. Nachteil fällt mir nicht direkt ein. Vielleicht, dass die Seiten (Schweller und so) etwas verdeckter sind. Aber soooo oft arbeitet man da ja nicht dran.

Scheren-Hebebühne - Die hebt wohl nicht so richtig hoch. Auch sind die Seiten durch die Scheren recht verbaut, so dass man nur vorne oder hinten unter dem Auto raus kommt - nicht um zu flüchten, sondern um Werkzeug oder so zu holen.

Mein Favorit wäre eine 4-Säulen-Hebebühne. Oder habt ihr Einwände zu meinem Gedankenspielen?

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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Dani Senn » 12. Mai 2018, 17:16

Also eine richtige 4 Säulenbühne ist schon etwas mehr als eine Park Bühne. gebrauchte sind mit Vorsicht zu geniessen, da die meisten mit Stahlseilen arbeiten, die nach längerem gebrauch, vor allem in Waschräumen ersetzt werden müssen. Bei den meisten ist die Auffahrrampe zu steil für den Spitfire, also eine kaufen mit speziellen Rampen für Sportwagen. Radabheber muss dabei sein.
gebrauchte 2 Säulen, wie Du schreibst Säulen sind im weg. Einige sind zu breit für den Spit, Arme sind zu hoch, die mit Kardan Antrieb oder Ketten haben quer durch eine hohe Schiene wo der Spit auch nicht drüber kommt. bei meiner habe ich vorne und hinten aus Holzbalken längs zur Bühne zwei Rampenschienen gebaut ,so geht es relativ gut. Bei gebrauchten 2 Säulen unbedingt den Zustand der Tragmuttern an den Säulen kontrollieren, die haben eine verschleissanzeige und dann wird es richtig teuer, sofern noch Ersatzteile vorhanden. Bewährt für Spitis hat sich die Koni zwei Säulen Bühne mit Stahlseilen oben rum, die baut aber dadurch ziemlich hoch, oder aber eine zwei Motorige.
Scherenhebebühne ist gut für Karosserie arbeiten und Räderwechsel oder arbeiten im Innenraum, unten fast alles unzugänglich. Auch bei denen gibt es solche die für den Spit zu hoch sind. Da diese meistens Hydraulisch sind, unbedingt bei gebrauchten die Hydraulikschläuche kontrollieren, auslaufendes Hydraulik Öl ergibt eine rechte Sauerei.
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Andi » 12. Mai 2018, 19:37

Denk mal an andere Varianten.
Losen Boden-da würd ich mal ganz fix nen Loch buddeln,Verschalung sammt Beton oder von mir aus auch Mauern auf Betonfundament,oben einen Rahmen aus Winkeleisen schweißen und als krönung einen Rollwagen mit Heber drauf.Nett wäre noch statt einer Leiter genug Platz für eine Treppe zu haben.Eine Kante/Absatz ums Werkzeug abzulegen,genug Licht und 2 Steckdosen.Evtl noch einen Druckluftanschluß.
Mann könnte natürlich alles ausschmücken wie der Geist will.Kühlschrank,Flachbildschirm,Tunnel ins Schlafzimmer oder gleich nee Nische für die Matratze..........usw usw :mrgreen:
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Jogi, HB » 12. Mai 2018, 19:40

Andi hat's auf den Punkt gebracht: Kühlschrank!!
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Andi » 12. Mai 2018, 21:37

Verwechsel das jetzt nicht mit Zapfanlage :lol:
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Dani Senn » 12. Mai 2018, 22:29

@Andi, bi mir ginge diese Variante nicht, ich würde nach ca 1.5m tiefe im Grundwasser stehen, und Feuchtigkeit, vor allem äusserlich vertrage ich in meinem Alter schlecht und mit Taucherausrüstung wird das arbeiten mühsam. :Harry:
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Andi » 12. Mai 2018, 23:12

Dani-aus der Baubranche kommst du nicht,das steht fest.
Natürlich geht das,ist nur etwas mehr Aufwand und Kosten.
Aber im Prinzip baust du halt eine wasserundurchlässige Wanne. :happywink:
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Andi » 12. Mai 2018, 23:17

Ist ja auch nur ein Vorschlag,find ich halt praktischer als nee Bühne.Deckenhöhe ist egal,elektrische Anschlüsse fallen weg,mehr Platz bei nichtgebrauch,selbstgemacht viel billiger,kein Tüv oder wartung nötig und auf den Kopf fällt dir auch nichts so schnell.
Betonarbeiten hast du bei einer Bühne auch,egal welche.Auf Sandboden kann man keine stellen.
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon alex0469 » 13. Mai 2018, 09:43

Ich komme mit der mobilen 1 Säulen Hebebühne gut Klar Autos wie den Spitfire muss man halt vorher mit dem Wagenheber hinten und vorne leicht anheben das man drunter kommt

Gruß AlexBild

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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon kamphausen » 13. Mai 2018, 15:40

Ich würd - wenn´s nur für die alten Engländer sein soll - ne 2 Säulen Hydraulik-Bühne mit 4 langen Armen nehmen...

Vorteil bei Hydraulik ist: Mann kann zu Not die Säulen nen bisschen enger zusammen stellen, damit das mit den schmalen Rahmen paßt...

Zum Aufbocken einfach nen paar Bretter (5cm hoch) vor alle vier Räder legen, damit die Bodenfreiheit reicht...

Vorteil einer Bühne gegenüber ner Grube ist, das man den Wagen zum Reifenwechsel oder Türen polieren auch mal anheben kann....

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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Herr Ald » 13. Mai 2018, 18:31

Meine Zweisäulenbühne hat zwei lange und zwei kurze Arme, damit man die Türen aufbekommt. Eigentlich ist Sandboden sehr gut, denn dann kannst du nachher sicher sein, dass das Teil sicher steht, wenn du dein Fundament fertig hast. Vier Säulen sind auch gut, aber die decken unten schon ganz schön viel ab. Und wenn man dann sein halbes Werkzeug stundenlang gesucht hat, liegt es im Kofferraum :top:
Bild
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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon mpanzi » 14. Mai 2018, 11:10

Danke euch allen.

Thema Grube: Bin ich kein Fan von. Ich war lange bei der Feuerwehr und da hatten wir eine Grube. Den Hauptnachteil sehe ich darin, dass die Höhe nicht regulierbar ist. Entweder muss ich mich bei niedrigen Fahrzeugen (wie dem Spitfire) bücken oder bei hohen Fahrzeugen (wie z.B. bei unserem X3) strecken. Wenn mein Sohn (einen guten Kopf größer als ich) mal am Auto schrauben will, hat der hinterher sicher ein Nacken- oder Rückenproblem - oder ich brauche immer Stelzen.

Und die Deckenhöhe spielt keine Rolle - die Scheune ist bestimmt 8 oder 9 Meter hoch. Ich möchte eine Zwischendecke einziehen, aber dann bleiben immer noch gut 4 Meter übrig. Das sollte in jedem Fall genügen.

Grube finde ich auch beim Reifenwechsel unpraktisch. Auto auf die Grube, runter gehen, Fahrzeugheber positionieren, Auto vorne hochheben, wieder nach oben gehen, Vorderräder wechseln, runter gehen, Auto ablassen ... und dann wieder mit der Hinterachse.

Oder wegen Werkzeug jedes Mal die Treppe hoch und wieder runter. Ich will ja nicht für die Besteigung des Ulmer Münsters trainieren.

Auch finde ich, dass ein Grube sehr wohl viel Platz braucht. Sie muss ja viel länger sein, als das Fahrzeug, welches maximal drauf kann, denn sonst komme ich ja nicht nach unten.

Grube ist also keine Option.

Ich möchte mir einen Estrich in die Garage packen, aber ich bin mir nicht sicher, ob eine 4-Säulen-Hebebühne wirklich ein Fundament braucht. Wenn ich mir überlege, dass eine Drehleiter, wenn sie auf unbefestigtem Grund eingesetzt wird, lediglich große, dicke Holzplatten unter die Seitenstützen gelegt bekommt, müssten die ja locker für die Hebebühne reichen. Die 2-Säulen-HB braucht ein großes, schweres Fundament, weil sie ja auch die Kippbewegung aushalten muss. Aber bei 4 Säulen sind das nur senkrecht nach unten wirkende Kräfte.

Und rollbar sind die auch.

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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Franklyn » 14. Mai 2018, 15:34

Mal eine ganz blöde Frage, wie wäre den ein Gabelstabler?
Triumph GT6 MK 3, the final version of Giovanni Michelotti’s beautifully designed Triumph Coupes.

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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon mpanzi » 14. Mai 2018, 20:10

Franklyn hat geschrieben:
14. Mai 2018, 15:34
Mal eine ganz blöde Frage, wie wäre den ein Gabelstapler?
Wäre ne coole Sache. Aber wohl eher um Autos auf einem Schrottplatz anzuheben. Gleiches Problem, wie bei der 1-Säulen-HB. Dazu kommt noch, dass der hintenrum dann ja noch immens viel Platz braucht. Eine Tür geht sicher nicht auf - man muss sogar höllisch aufpassen, dass sie nicht eingedrückt wird.

Und was den finanziellen Aufwand angeht, dürfte das Ding schon eher am oberen Ende von Hebebühnen stehen.

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Re: Was für eine Hebebühne

Beitragvon Andi » 14. Mai 2018, 21:14

Für die 4 Säulenbühne eines Freundes war ein 10cm Stahlbewehrtes Betonfundament bzw Platte vorgegeben vom Hersteller.Er hat sich den Stahl aber gespart und Faserbeton kommen lassen.
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