Ventilreiniger

Anleitung und Diskussion was wird wie oft geschmiert, kontrolliert oder ausgetauscht aber auch die offizielle Absolution dieser Taten
Benutzeravatar
Dani Senn
Überflieger
Beiträge: 3377
Registriert: 5. Sep 2006, 20:41
Wohnort: CH 5113 Holderbank Ag
Hat sich bedankt: 24 Mal
Danksagung erhalten: 89 Mal
Kontaktdaten:

Re: Ventilreiniger

Beitragvon Dani Senn » 30. Aug 2018, 19:32

Verntilkegelsitze nachschleifen , Ventil Schaft ende planschleifen. nur einschleifen mit Paste bringt in den seltensten Fällen keine optimale Dichtheit zu Stande. Oder halt neue Ventile verbauen. Führungen nicht bohren sondern ausreiben mit Reibahle und mit Flexhohn hohnen.
Was ich mich manchmal in diesem Forum effektiv frage, wiso macht man eine Arbeit nicht so, dass man nachher für lange Zeit Ruhe hat. Im Moment ist der finanzielle Aufwand eventuell etwas grösser, aber auf dauer gesehen lohnt sich nach meiner Erfahrung der Mehraufwand einer ordentlichen Revision. Vor allem, wenn man im Sinn hat,seinen Spitfire oder GT6 länger zu behalten.
Bodeblääch Dänu

Benutzeravatar
Markus Simon
Überflieger
Beiträge: 2834
Registriert: 26. Sep 2006, 10:16
Wohnort: Stuttgart
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon Markus Simon » 30. Aug 2018, 21:48

@Dani : da hast du so was von recht - einmal vernünftig gemacht und lange Zeit ruhe .... :top:
Gruß Markus
-----------------------------------------------
Zitat Walter Röhrl:
"Untersteuern ist, wenn man den Baum zuerst sieht, Übersteuern , wenn man den Baum zuerst hört!"

Benutzeravatar
frost
Super - Member
Beiträge: 323
Registriert: 13. Apr 2015, 07:27
Wohnort: Kufstein / Tirol
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon frost » 30. Aug 2018, 22:18


Dani Senn hat geschrieben:Was ich mich manchmal in diesem Forum effektiv frage, wiso macht man eine Arbeit nicht so, dass man nachher für lange Zeit Ruhe hat.
Hallo Dani,

ohne hier undankbar erscheinen zu wollen finde ich diese Aussage zumindest bei meinem Problem nicht gerecht.
Es kommt vielleicht so rüber, dass ich sparen will. Dahinter steckt viel mehr der Spaß an der Sache etwas an meinem Lieblingshobby selbst zu machen oder wenigstens zu verstehen.
Wenn durch Eigenleistung noch Geld gespart wird ist das super.
Über die letzten Jahre konnte ich immerhin mit eurer Hilfe einiges lernen. Jeder fangt nunmal irgendwann an.

Ich denke jetzt haben wir alle möglichen Varianten gehört und zukünftige Mitleser können sich eine eigene Meinung bilden.

Zum Glück ist noch keine Gefahr in Verzug und ich kann das Problem in Ruhe beleuchten.
Dank eurer Aussagen kann ich mir ja mal einen Kostenvoranschlag bei einem Motorenbauer einholen und diesen dann auch nachvollziehen.

lg
Ferdinand
GT6 MK3 1972

Benutzeravatar
14Vorbesitzer
Überflieger
Beiträge: 2023
Registriert: 26. Sep 2011, 15:19
Wohnort: Witten
Hat sich bedankt: 29 Mal
Danksagung erhalten: 71 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon 14Vorbesitzer » 31. Aug 2018, 09:19

frost hat geschrieben:
30. Aug 2018, 22:18
...Dank eurer Aussagen kann ich mir ja mal einen Kostenvoranschlag bei einem Motorenbauer einholen und diesen dann auch nachvollziehen.

lg
Ferdinand
... so weit so gut, aber es ist ja nur eine Vermutung, dass Zylinder 1 das Problem mit den "hohen" CH-Werten durch undichte Ventilschäfte verursacht! Vielleicht könnte man beim Abgastesten nochmal diese Methode mit dem abschalten einzelner Zylinder beim Abgas messen ausprobieren um zu schauen ob sich Dein Verdacht bezüglich dieses Zylinders überhaupt bestätigt?

LG Volker
"The Triumph Spitfire Mk. 4. A car that echoes your go-ahead personality ; that is not only fun to drive, great to be seen in, and so good to look at, but immensely practical and reliable." BL Publ. No. T. 1039/1.74

Benutzeravatar
Ansgar
Ansgar
Beiträge: 1203
Registriert: 15. Okt 2006, 10:00
Wohnort: Georgsmarienhütte
Hat sich bedankt: 31 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon Ansgar » 31. Aug 2018, 10:59

Druckverlusttest machen,
In den einzelnen Ansaugkrümmerabzweigungen schauen ob dort oder auf den Ventiltulpen Öl zu erkennen ist,
PICT0051.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen.
Ein getunter Spitfire ist das schnellste Zündplättchen der Welt !

Gruß Ansgar

Benutzeravatar
14Vorbesitzer
Überflieger
Beiträge: 2023
Registriert: 26. Sep 2011, 15:19
Wohnort: Witten
Hat sich bedankt: 29 Mal
Danksagung erhalten: 71 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon 14Vorbesitzer » 31. Aug 2018, 11:33

... ja genau :top: ,
den Druckverlusttest hatte ich ja auch schon zitiert. Kombiniert mit dem "zylinderspezifischen" HC-Test kann man dann schauen wo das Problem ist (wenn eins da ist). Natürlich könnte z.B. auch ein Auslassventil leicht undicht sein so dass dort Frischgasverlust im Verdichtungsstakt auftritt...

LG Volker
"The Triumph Spitfire Mk. 4. A car that echoes your go-ahead personality ; that is not only fun to drive, great to be seen in, and so good to look at, but immensely practical and reliable." BL Publ. No. T. 1039/1.74

Benutzeravatar
frost
Super - Member
Beiträge: 323
Registriert: 13. Apr 2015, 07:27
Wohnort: Kufstein / Tirol
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon frost » 23. Sep 2018, 20:57

Hallo Zusammen!
hier gibts auch Neuigkeiten.

Druckverlusttest konnte ich leider noch keinen machen. Aber am Viergasteter die einzelnen Kerzen abstecken...
Dabei zeigte sich, dass es nicht an Zylinder 1 liegt. HC immer gleichmäßig verändert bei allen Zylindern.

Wenn ich die Vergaser abnehme ist da Öl in der Ansaugbrücke.
Was bedeutet das konkret? Wird über das Kurbelgehäuse angesaugt?

lg
Ferdinand
Bild
GT6 MK3 1972

Benutzeravatar
14Vorbesitzer
Überflieger
Beiträge: 2023
Registriert: 26. Sep 2011, 15:19
Wohnort: Witten
Hat sich bedankt: 29 Mal
Danksagung erhalten: 71 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon 14Vorbesitzer » 23. Okt 2018, 09:41

Interessante Neuigkeiten!
Wenn das tatsächlich Öl und nicht Sprit ist könnte das ja das Problem sein. Eigentlich sollte durch die Entlüftung nicht so viel "Öldampf" (also eigentlich Ölnebel) angesaugt werden, dass es da liegenbleibt. Es könnte nun sein, dass Du zu viel "blow by" hast, also ein oder mehrere Zylinder an den Kolbenringen undicht sind...oder das Prallblech, dass im Ventildeckel verhindern soll das Öl direkt in die Entlüftung gesaugt wird funktioniert nicht. "However" Du kannst versuchen den Ansaugtrakt zu reinigen und die Absaugung zu verschliessen (am Ansaugtrakt) wird dann HC besser?

LG Volker
"The Triumph Spitfire Mk. 4. A car that echoes your go-ahead personality ; that is not only fun to drive, great to be seen in, and so good to look at, but immensely practical and reliable." BL Publ. No. T. 1039/1.74

Benutzeravatar
frost
Super - Member
Beiträge: 323
Registriert: 13. Apr 2015, 07:27
Wohnort: Kufstein / Tirol
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Ventilreiniger

Beitragvon frost » 23. Okt 2018, 11:09

Hallo Volker!

Die dunkle Suppe war wohl ein Benzin/Öl-Gemisch. Recht dünnflüssig, roch aber mehr nach Öl als nach Benzin.
Das Pallblech im Ventildeckel habe ich "kontrolliert". Es ist vorhanden. Was kann man da mehr machen? :-)

Inzwischen habe ich andere Vergaser verbaut. Habe ich mit dem Titel "old and mucky" :-vh in der Bucht ersteigert und alle Verschleißteile getauscht. Dabei noch auf von unten einstellbaren Düsen umgerüstet. Sind selbst nach einem Ultraschallbar nicht so schön poliert wie die alten Vergaser, aber dafür mechanisch top.
Damit komme ich auf einen HC-Wert von 450 und der Motor hat deutlich mehr Leistung.
Ich hatte beim letzten Abgastest auch den Schlauch zwischen Smith-Ventil und Ventildeckel kurzzeitig verschlossen. Hatte erstmal keine Auswirkung auf das HC. Wurde also nicht direkt gereinigt sondern nur ca eine Minute bei 2000u/min laufen lassen um alles raus zu saugen.

Zusammenfassend habe ich nun also akzeptable Abgaswerte, jedoch noch das Problem mit dem Öl in der Ansaugbrücke und auf der Zündkerze von Zylinder 1.
Den Ölverbrauch habe ich jetzt knapp 2000km lang beobachtet. Liegt bei 0.6 Liter auf 1000km.
So wie ich das in anderen Beiträgen lese eigentlich nicht zu hoch?

Ich denke das Thema kann erstmal ruhen. Im Frühjahr ist es dann wieder einfacher einen Termin bei einer Werkstatt zu finden welche einen Druckverlusttest machen kann. Bei mir in der Gegend ist das anscheinend garnicht so einfach. Und extra dafür einen Tag Urlaub nehmen war nicht drin.

lg,
Ferdinand
GT6 MK3 1972