Fachfrage Kardanwelle

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
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Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 09:55

Hallo Zusammen,

bei meinem Vorstellungs-Thread die letzten Tage hatte ich auch die schlechte Ersatzteilqualität angesprochen. Letztes Jahr hatte ich eine neue Kardanwelle geordert, da die originale für 1500er mit der Büchse ( :lol: ) nicht mehr zu bekommen ist, gab es die Alternative mit Schiebestück.
Ich fahre kein OD. Also Maße abgeglichen Lieferant hat die richtige Wellenlänge bestätigt.
Nun nach einem Jahr und nur ca. 3000km ist bereits ein Kreuzgelenk platt, also ausgebaut aber was ist das.... :? :? Speil am Schiebestück??
Gemessen mit Uhr (in gefettetem Zustand) bereits einen knappen Millimeter Radial - Spiel :shock: :shock: .
Kennt jemand welche Tolereanzen hier zulässig sind?

Dank&Gruß
Peter
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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von marc » 18. Mär 2020, 11:14

Deine Messuhr zeigt aber nur 0,08mm. Aus meiner Sicht ok. Ich glaube bei den neuen Wellen sind die Schiebestücke nicht tonnengelagert.
Viele Grüße
Marc

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 11:26

Danke Marc! Ja richtig, das Schiebestück basiert auf Zahnwelle.

Gruß,
Peter

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Andi » 18. Mär 2020, 12:25

Gelenkwellendienst.
Nachdem ich rausgefunden habe das die garnicht so teuer sind wie ich vorher dachte laß ich alle Wellen/Kreuzgelenke da machen.
Kreuzgelenke in Industriequalität.
Selbst die erste die ich machen ließ läuft noch einwandfrei.Das muß so 15 Jahre her sein.
Die baun dir auch eine ganze Welle kaum teurer als B aus L.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 12:54

sehe ich auch so Andi ,

wir haben hier in Köln Elbe, da hab ich schon angefragt und werde morgen mal hingehen. Sofern wir noch auf die Straße dürfen....

Gruß,
Peter

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 12:56

by the way , wer oder was ist B aus L ? ich habe meine aus UK.

Gruß,
Peter

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von marc » 18. Mär 2020, 13:09

Bastuck aus Lebach.
Viele Grüße
Marc

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von markus1979 » 18. Mär 2020, 13:41

Andi hat geschrieben:
18. Mär 2020, 12:25
Nachdem ich rausgefunden habe das die garnicht so teuer sind wie ich vorher dachte laß ich alle Wellen/Kreuzgelenke da machen.
Bei mir genau 200.- EUR inkl. MwSt. für ne komplett neu gefertigte OD-Kardanwelle. Bis jetzt seit 3000 km problemfrei. :top:

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 13:44

Cooler Kurs Markus!

wo hast Du die machen lassen? Bin regelmäßig in Stuttgarter Raum (bei Daimler&Co.)

Dank&GRuß,
Peter

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von markus1979 » 18. Mär 2020, 17:38

Hier:
https://www.elbe-group.de/
In Bietigheim Bissingen.

Aber vorsicht: Scheinbar heisst jeder zweite Gelenkwellenhersteller "Elbe". Ich war erst beim falschen. Da geht es erst ab 500 Stück los :)

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Andi » 18. Mär 2020, 19:00

Bei sowas gehe ich sortert vor.
Schaun was in der Nähe ist und vorbeifahren.
Kriterien sind Hinterhof,Abgeranzt,ewig dort.
Dann noch rein und schaun was da so rumläuft.
Am besten ü 50,abgewetzter Blaumann und dreckige Hände.
Dann bin ich richtig.

Moderner Glaspalast mit Auftragsannahme-Wegrennen...ganz schnell.
Wer keine Punkte in Flensburg hat hat endweder Glück gehabt oder behindert den fließenden Verkehr.

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 19:43

Guckst Du,......https://www.elbe-gmbh.de/
da bin ich morgen und werde berichten.

Grüße,
P

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Markus Simon » 18. Mär 2020, 19:58

meine "Elbe-Welle" dreht sich seit 1990 und über 200 000km
Gruß Markus
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Zitat Walter Röhrl:
"Untersteuern ist, wenn man den Baum zuerst sieht, Übersteuern , wenn man den Baum zuerst hört!"

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von marc » 18. Mär 2020, 20:26

Piet50 hat geschrieben:
18. Mär 2020, 11:26
Danke Marc! Ja richtig, das Schiebestück basiert auf Zahnwelle.

Gruß,
Peter
Original lagen In den Nuten der Schiebestücke über Kreuz versetzt eingelegte Rollen, also Tonnenlager. Die Böden haben sich gegen die Radialkräfte gestemmt und axial sind die Tonnen gerollt. Ich glaube es gab nur 4 oder 5 Nuten über den Umfang. Das war robust aber fummelig zu montieren. Die neuen Schiebestücke mit den Vielzahnwellen verschleissen deutlich schneller. Wenn Du morgen beim Gelenkwellendienst bist, soll der mal gucken ob sich die Gabel nicht aufgebogen hat, denn normalerweise gehen die Kreuzgelenke in der Kardanwelle nicht so schnell kaputt, egal welche Qualität. Beim Spitfire ist der Knickwinkel eher klein. Im Zweifel eine neue Welle bauen lassen. Die Flansche, Rohr und Schiebehülse sind Standardteile.
Viele Grüße
Marc

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Re: Fachfrage Kardanwelle

Beitrag von Piet50 » 18. Mär 2020, 20:57

Danke für die Tipps Marc :top: :top: :top:

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