Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

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Deichschwalbe
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Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Deichschwalbe » 14. Dez 2020, 20:09

Moin Zusammen,
nachdem ich meinen Spitfire von Gleichstromlichtmaschine auf Drehstromlima umgerüstet habe, wollte ich alles testen habe den Motor nicht starten können. Nach kurzen Zündungen ist er sofort wieder aus gegangen und liess sich nicht wieder starten. Da mir das in der Vergangenheit schon mal ein paar mal passiert war und ich immer dachte der Motor sei abgesoffen, bin ich der Sache mal auf den Grund gegangen. Also: "Zünkerzen raus und diese gegen Ventildeckel, bzw. Ventildeckelschrauben halten" war angesagt. Bei 3-4 KW Umdrehungen war ein Funke zu sehen. Danach war er weg. Die war bei allen Zündkerzen der Fall. 1x war sporadisch später auch mal ein Zündfunke da. Als ich die Zündung nach dem Starterbetrieb noch angelassen hatte, habe ich noch schön eine gewischt bekommen :-vh
Ich kann mir darauf keinen Reim machen. Batterie ist voll. Ich vermute eventuell ein Masseproblem.
Wo befindet sich eigentlich das Massekabel für den Motor?
Oder habt ihr noch eine andere Vermutung?
Verbaut habe ich eine externe elektr. Zündung welche über den Kontakt gesteuert wird (siehe Signatur).
Zündkerzen, Verteiler, Verteilerfinger, Stecker und Zündkabel sind erst ein halbes Jahr alt. Spule war intakt, habe sie aber trotzdem in meiner Verzweiflung erneuert. Anschlüsse 15+ und Masse sind neu und sitzen fest.
Spitfire MK2, Bj 63. Sparkride SX4000 Zündung

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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Brüchi » 15. Dez 2020, 07:41

Hi Deichschwalbe

Als Fehler hast Du bereits den Kondensator (anderer Thread) entdeckt?
Falls nicht: probeweise wieder auf originale Zündung zurück rüsten.
Ein fieser Fehler könnte auch das Massekabel im Verteiler sein, dieses auch prüfen/ersetzen.

Massekabel Motor: das ist irgendwo am Motor befestigt ( meistens an einer Schraube von der Getriebeglocke) und geht dann an die Karosserie.

Warum hast Du denn auf Drehstromlima umgerüstet? Was soll das bringen? Willst Du ne 1000 Watt Soundanlage reinbauen?
Ich fahre seit über 20 Jahren mit einer Gleichstromlima herum und wüsste nicht, was daran falsch sein sollte.
Die Gleichstromlima hat einen netten Vorteil: sie lädt erst ab ca 1100 U/min, darunter läuft sie einfach mit. Darum wird der Motor im Standgas nicht abgebremst, somit hat es dein Wägelchen z.B. im Stau einfacher, sein Standgas zu halten.
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von MKIII » 15. Dez 2020, 09:00

Deichschwalbe hat geschrieben:
14. Dez 2020, 20:09
Verbaut habe ich eine externe elektr. Zündung welche über den Kontakt gesteuert wird (siehe Signatur).
Da wird wohl kein Kondensator mehr drin sein :roll:
Gruß
Norbert
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von 14Vorbesitzer » 15. Dez 2020, 09:03

Hi,
In Deiner Liste erneuerter Teile taucht der Unterbrecherkontakt nicht auf. Bei einer kontaktgesteuerten elektronischen Zündung fließen zwar nur schwache Ströme durch den Kontakt, aber er darf nicht dreckig ( Öl oder Fett vom Verteiler) oder abgenutzt sein! Wenn ich es richtig in Erinnerung habe sollte bei diesen kontaktgesteuerten Zündungen der Kondensator auch ausgebaut werden.
Er wird da nicht mehr benötigt, da die Spule mit ihrer Induktionsspannung nicht direkt vom Kontakt geschaltet wird :happywink: (Norbert war schneller!)
--- Theoretisch kann auch die Drehstromlima die Zündelektronik stören, aber das ist eher unwahrscheinlich.
LG
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Deichschwalbe » 15. Dez 2020, 10:25

Hey, erstmal vielen Dank für Eure vielen Antworten.
Also:
Ich habe auf Drehstromlima umgerüstet, da ich den Spitfire ohne Ladestrom gekauft habe. Die Gleichstromlia lieferte drehzahlabhängig Spannung wie sie sollte, nur an der Batterie kam nix an. Der Regler sah neu aus, aber ich bin beim Prüfen der letzten Relais verzweifelt. Fahren konnte ich deshalb nie sehr lange. Und wenn der Motor plötzlich kälter wurde und der Sprit schneller zur Neige ging, musste ich immer fix nach Hause :lol:
Deshalb die Umrüstung.
Kontakt ist neu, Kondensator ist noch drin, werde ihn aber testweise mal rausnehmen. Sollte aber nach meinem Verständnis und nach Anleitung der E-Zündung nicht stören. Der Verteiler hat auch ein Massekabel? Wo sollte das sein? Guter Tipp! Werde auch mal den Motor ohne Verteilerkappe und mit Prüflampe am Kontakt starten. Dann kann ich den Kontakt als Fehlerquelle ausschliessen. Statisch (Also manuell gedreht) tut der Kontakt, was er soll.
Massekabel werde ich mal an der Getriebeglocke suchen. Der Vorbesitzer hat das Getriebe überholen lassen, ev. wurde es vergessen zu montieren.
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Sir Toby » 15. Dez 2020, 10:55

Hast du ein Vorwiderstandskabel verbaut? Ist die Lima nur mit einem weiteren Widerstand zu betreiben? Wenn vorhanden passt er dazu? Ich hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem. Ich habe immer wieder die Vergaser ausgebaut und gereinigt, weil ich beim (kurzen) Prüfen immer einen schönen Zündfunken hatte. Erst später kam ich wie du darauf, dass der Zündfunkte zwar erst schön da war, dann aber fast weg. Da hat ein Wechsel auf eine andere Lima und Ersatz des Vorwiderstandskabels geholfen, ich habe in meiner Konstellation einen zusätzlichen Widerstand verbaut.
Grüße Jan

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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von greasemonkey » 15. Dez 2020, 11:00

Korrekt, der Kondensator gehört raus wenn man eine kontaktgesteuerter Transistorzündung hat. Ich hab ihn zu den Ersatzteilen des Bordwerkzeugs gepackt, damit man unterwegs zurückrüsten kann, sollte die Zündelektrik versagen.
Funfact: Auch Transistor-Zündungen haben Kondensatoren. TCI-Zündungen benutzen sie irgendwie zum Glätten oder zum Schutz des Transistors und bei CDI-Zündungen laden sie sich auf und befeuern die Spule mit Hochspannung.
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von 14Vorbesitzer » 15. Dez 2020, 11:09

... Der Verteiler hat intern ein kleines Massekabel. Dieses verbindet die Platte auf der der Unterbecher montiert ist mit dem Gehäuse. Diese Platte ruht auf kleinen "Kunststoffgleitern" da sie sich durch die Unterdruckdose gesteuert ein wenig gegen das Verteilergehäuse drehen lassen muss. Noch was: Ob der Kondensator stört kann nur die Bedienungsanleitung der Elektronischen Zündung klären. Im Zweifelsfalle aber ja!
Der Unterbrecher muss von Dir weiterhin auf den korrekten Abstand mit Fühlerblattlehre eingestellt werden. Eine Messung des Schliesswinkels ist dagegen bei der Konstellation obsolet. Schaue bitte auch trotzdem mal ob die Kontaktflächen fettfrei und blank sind.
--- Eine Lima wird nicht über einen Vorwiderstand betrieben. Wenn Du eine elektronische Zündung hast musst Du auf den Widerstand der Zündspule achten: Miss mal die Alte und Neue an den Niederspannungsanschlüssen (die beiden äußeren): 1,5 oder 3 Ohm? Ein MKII sollte keinen Vorwiderstand in der Zündung haben (= Startanhebung)

LG
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Deichschwalbe » 15. Dez 2020, 14:05

Laut Anleitung meiner E-Zündung kann der Kondensator drin bleiben. Man kann somit bei stehendem Motor einfach mit einem Schalter am Modul wieder auf konventionelle Kontaktzündung umschalten. Wenn man es denn braucht. Nach meinem Verständnis sollte der Kondensator auch nicht stören, aber ich werde ihn mal ausbauen.
Ich werde mal die Masse am Verteiler und am Motor checken und Euch berichten. Auch werde ich den Kontakt, welcher fast neu ist, noch mal reinigen.
Ich werde auch mal beim Anlassen die Prüflampe ranhängen. Dann kann ich sehen, ob das Signal vom Kontakt sauber ist. Ich bin gespannt. Und Danke für Eure Tipps und Euere Erfahrung. :top:
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Deichschwalbe » 15. Dez 2020, 14:08

Achso, und Zündspule werde ich mal durchmessen. Beide sollten ohne Vorwiederstand sein. Ich meine ich hätte bei der alten mal 3 Ohm gemessen.
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Deichschwalbe » 21. Dez 2020, 14:37

Also,
ich werde aus meinem Auto nicht schlau.
Widerstand Zündspule: 3 Ohm
Widerstand Masse Batterie zu Zünkerzen montiert: Alle 0,5 Ohm.
Massekabel im Vereiler: Vorhanden und intakt.
Massekabel Motor - Karosserie: Nicht vorhanden, aber irgendwie haben die Zündkerzen ja 0,5 Ohm...
Kontakt: Sauber
Prüflampe zwischen Kontakt und +-Pol: Leuchtet, wenn sie soll. Beim Starten ohne Verteilerkappe drangelassen. Leuchtet sauber bei jedem Schliessen, aber jetzt deutlich heller.
Also, Verteilerkappe drauf, alles angeschlossen und Motor sprang sofort an und läuft!
Aber bei der E- Zündung ist doch egal wie hoch die Spannung am Kontakt ist. Ist doch nur ein Signal.
Nun ja, die Elektrik schaut auf den ersten Blick gut aus. Alle zündungsrelevanten Anschlüsse und Stecker primär wie sekundär hatte ich schon erneuert.
Toll wenn der Motor läuft, aber ich weiß nun leider nicht, was war. Bin gespannt, ob sich das ganze Wiederholt.
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von marc » 21. Dez 2020, 15:39

Das Massekabel würde ich auf jeden Fall einbauen oder mal suchen wo der Anlasser seinen Strom zieht. Ich kenne mich bei Transistorzündungen nicht aus, aber Hallgeberzündungen reagieren extrem empfindlich, wenn die Spannung beim Starten unter 10V abfällt, sprich es gibt keinen Zündfunken. Der Spannungsabfall wird natürlich durch eine schlechte Masseverbindung begünstigt.
Viele Grüße
Marc

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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Rolf » 21. Dez 2020, 21:06

Das Massekabel, das vom Minuspol der Batterie kommt, hat zwei Enden. Ein Ende geht an die Karosserie und das andere an die Kupplungsglocke.


Grüße
Rolf
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von Deichschwalbe » 21. Dez 2020, 22:40

Danke für Eure Tipps. Werde das Massekabel zur Kupplungsglocke nachrüsten. Der Anlasser tut sich bei Zündung im Zylinder recht schwer. Vielleicht gehört das dann auch der Vergangenheit an. :D
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Re: Zündfunke nach 4-5 Umdrehungen weg.

Beitrag von 14Vorbesitzer » 22. Dez 2020, 10:27

Deichschwalbe hat geschrieben:
21. Dez 2020, 14:37
...Leuchtet sauber bei jedem Schliessen, aber jetzt deutlich heller. ..
Dann versuch mal wenn er wieder Probleme macht an allem zu wackeln um das Hell/ Dunkler der Prüflampe zu ergründen, vielleicht sind es die Kontaktschuhe am Unterbrecher oder sowas...
Ich denke schon, dass der Unterbrecher so ungefähr wie normal arbeiten muss damit die Zündelektronik das " Signal" versteht.

LG
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