Stromverteilerkasten

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xsivelife
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Stromverteilerkasten

Beitrag von xsivelife » 3. Jan 2021, 16:04

Hallo Spitifreunde,

bin gerade dran, unsere Scheune zu pimpen, für das GT6-Schrauben und auch ein bißchen als Männerhöhle zum Abseilen; Corona-Dekor-Kühlschrank ist also bereits vorhanden :-vh

Bislang gibt es noch gar keinen Stromanschluss dort. Geplant ist, vom Hauptverteiler eine fette Leitung bis dorthin zu legen und dann in der Scheune über "Unterverteiler" weiter zu agieren. Meine Elektrikkenntnisse liegen im soliden Ingenieur-, bzw. fortgeschrittenen Heimhandwerkerbereich, dadurch allerdings auch mit Grenzen.

Ich brauche natürlich ein paar 220V-Steckdosen, dazu auch 380V 16A (z.B. für das Schweißgrät) und für mögliche Zukunftsladeszenarien (E-Spiti :mrgreen: ) auch 380V 32A.

Was genau ist denn der technische Unterschied zwischen einem "Unterverteiler" und einem "Bauverteiler"? Mit letzterem meine ich nicht die Mobilteile, die irgendwo eingesteckt werden, sondern die Teile ebenfalls für Wandbefestigung ... siehe Bild:
F65C94BA-C408-4338-8037-9216483B8635.jpeg
Da gibt es allerdings auch -zig Variationen, mit FI-Schutzschaltern, An/Ausschalter,etc. ...worauf sollte ich denn achten?

Edith: Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich will "vorarbeiten", zum final anschliessen und abprüfen muss dann ein echter Profi ran (gibtˋs hier einen in der Stuttgarter Umgebung?) ...
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Mike

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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von marc » 3. Jan 2021, 18:15

Baustromverteiler sind doch teurer, weil viel robuster. Ich würde mit dem Elektriker sprechen, der die Inbetriebnahme nach VDE 0100-600 machen wird. Insbesondere wenn Du von einem Hauptverteiler etwas verlegen (lassen) willst bzw. muss das eine konzessionierte Firma ausführen. Frostfrei, 80cm tief, mit Erdkabel blabla.... Das muss eh mit dem Netzbetreiber besprochen werden. Bei Dir wahrscheinlich die ENBW, sprich Du musst einen Hausanschluss beantragen, Deine Scheune benötigt eine Adresse für einen Hausanschlusskasten. Allein dafür bist Du bestimmt mit 1500€ dabei. Ggf. kannst Du über den Versorger später Gewerbestrom bziehen, wenn Du ein Gewerbe angemedet haben solltest, das musst Du Dir aber durchrechnen.

Ach so, von dem Hausanschlusskasten kannst Du Dir dann irgendwo eine Verteilung hinbauen. Muss aber auch nach VDE 0100-600 abgenommen werden, damit die Abschaltbedingungen etc. eingehalten sind.
Viele Grüße
Marc

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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von xsivelife » 3. Jan 2021, 20:08

Die Scheune ist direkt am Haus dran (gemeinsames Dach), d.h. Ich kann da innerhalb des Gebäudes eine Leitung vom Hauptanschlusskasten hinlegen. Gewerbestrom etc. werde ich sicher nicht benötigen, ich sehe das Thema "einfach" als Erweiterung der Hausinstallation. Die ist - außer dem Verteilerkasten, der wurde vor 25 Jahren neu aufgesetzt - uralt und entspricht sicher nicht mehr den aktuellen Anforderungen, daher will ich in der Scheune eine ordentliche Nebeninstallation haben.
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von marc » 3. Jan 2021, 20:36

Dann hast Du Dich falsch ausgedrückt, der "Hauptverteiler" steht auf der Straße und gehört dem EVU. Ich würde das durch einen Elektriker machen lassen, zumal Du mit einem 2ten Verteiler die Selektivität bei den FIs berücksichtigen musst. Insbesondere wenn Du eine "fette Leitung" ziehen willst. Alle Basteleien an Deinem Hausanschluss müssen abgenommen werden und fallen spätestens beim nächsten Zählertausch auf. Anders sieht es aus, wenn Du bereits eine Starkstromdose außerhalb des Verteilerschranks hast, die mit 32A abgesichert ist.
Viele Grüße
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von xsivelife » 3. Jan 2021, 21:44

Falsch ausdrücken kannn ich mich in diesem Thema ganz sicher, deswegen versuche ich mich hier ja etwas aufschlauen. 8)


Also: Im Haus wurde der Verteilerkasten samt Stromzähler in den 90ern komplett erneuert, vermutlich im Kontext mit dem Einbau einer Nachtspeicherheizung. Wegen eines vor rund 15 Jahren vom Elektroprofi zusätzlich eingebauten 27 kW Durchlauferhitzers haben wir damals ganz offiziell auch die fettesten möglichen Sicherungen von der ENBW eingebaut bekommen, direkt am dachseitigen Stromeingang (also nix mit Straßen-Hauptverteiler). Jetzt brauche ich Saft in einem anderen Gebäudeteil, das will ich natürlich richtig angehen.

FIs haben wir meiner Meinung nach nicht gar nicht verbaut, sondern "nur" 08/15-Sicherungsautomaten 8)
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von marc » 3. Jan 2021, 21:57

Mach mal ein Foto von Deinem Hausanschlusskasten von innen, die Schienen müssten eigentlich verplombt sein. Ohne FI gibt's nix. Hast Du schon mal was von Schleifenimpedanz gehört? Was glaubst Du von wo die Dacheinspeisung gefüttert wird, je mehr ich lese, hol Dir einen Elektriker, nicht böse gemeint.
Viele Grüße
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von xsivelife » 3. Jan 2021, 22:28

Bis jetzt haben nur Profis daran gewerkelt :-vh

Die beiden unteren Felder sind tatsächlich verplombt ...
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von marc » 3. Jan 2021, 22:40

Was steht denn auf den "Kippschalter" unterhalb des linken Zählers... hol einen Elektriker, zumal Du auch noch Nachtspeichergeräte betreibst. Aber was ich Dir bestätigen kann ist, dass Dein Hausanschluss ausreichend dimensioniert ist und Platz für 3 weitere Sicherungen vorhanden ist.
Viele Grüße
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von xsivelife » 3. Jan 2021, 23:35

Die Nachtspeicheröfen haben wir bereits vor Jahren "in Rente" geschickt und verschrottet ... der 27 kW Durchlauferhitzer ist jetzt der fetteste Verbraucher im Haus. Im Zählerkasten wurde deswegen damals auch der Lastschütz für die NSH verbaut (temporäre Abschaltung der NSH, sobald der Durchlauferhitzer Strom zieht), damit nicht beide großen Verbraucher gleichzeitig "saugen" können und hier im Ort das Licht ausgeht :-vh

Die 380V-Steckdose wurde auch dreiphasig abgesichert, ich denke ein zusätzlicher Unterverteiler wird eben analog auch angeschlossen?
8ACAC946-63B2-49C4-9AD3-226524158238.jpeg
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von marc » 3. Jan 2021, 23:51

Ich sie echt keinen Fi... erstaunlich. Wie viel Meter ist die Scheune entfernt? Geh doch von der Kraftsteckdose auf einen einfachen Verteilerkasten in der Scheune. Damit bleibst Du im legalen Bereich.
Zuletzt geändert von marc am 3. Jan 2021, 23:55, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von Brüchi » 3. Jan 2021, 23:51

Hi Mike

...hol nen Elektriker....
Aus deiner Aufzählung und dem Bild werd ich nicht wirklich schlau.
Ist das der einzige Sicherungskasten in deinem haus ????
Rechts oben, da würde ich deinen FI Schutzschalter vermuten. Aber da fehlt dann der Testknopf. Oder ist dieses schwarze "Etwas" der Knopf??? Was soll das für eine heizung sein, die nicht über einen normalen Sicherungsautomat betrieben wird ?????
3 Vorsicherungen zu 35 Ampere....und dann willst Du damit 3x 32 Amp. für ein E- Auto haben?
Wo sind denn die Sicherungen für die Elektroöfen?

Ganz unten links könnte die Panzersicherung sein, sollten 3x 60 Amp. sein. GGf hat es noch weitere Panzersicherungen direkt wo das kabel in das haus geht.

Aber egal, da Du ein Badezimmer hast musst Du irgendwo einen FI schutzschalter haben.
Je nachdem wie dick die Kabel in dein haus sind, darfst Du gar nicht mehr Unterverteiler anschliessen.
Fazit: das muss sich ein Profi anschauen, u.U. brauchst Du ein dickeres Kabel in dein haus.....
Ruf mal bei deinem Energielieferanten an, die helfen gerne ( ....prüfen, ob man eine WAllbox für ein E-Auto anschliessen kann...) und normalerweise auch umsonst.

Aber sooo einfach einen zusätzlichen Drehstromverteiler anschliessen geht eigentlich nicht !
....little car, big fun...

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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von Brüchi » 3. Jan 2021, 23:58

oh, ich schreibe zu langsam...
ok, rechts oben ist ne Abschaltvorrichtung ?
OMG.
Das Hager Teil ist deine Hauptsicherung / Panzersicherung. 3x63 Amp.
Nochmals: FI Schutzschalter ist Pflicht !!!!!!!
Wo ist der ?????
Nochmals: Profi muss gucken !!!!
Wieviel Ampere verträgt das Kabel in dein Haus ????
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von xsivelife » 4. Jan 2021, 01:47

Yo Brüchi,

klemmen Deine "Fragezeichen-/Ausrufezeichen-Tasten" irgendwie? :-vh

FI-Schutzschalter sind vielleicht in Neubauten Pflicht, noch nicht in 400 Jahre alten Gebrauchthäusern 8)

Werde einen Profi ranlassen, aber nachdem mein Bisheriger vor ein paar Jahren verstorben ist, muss ich mir einen Neuen suchen ... sonst hätte ich den ja gleich ausgequetscht :-vh
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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von markus1979 » 4. Jan 2021, 09:48

Wir hatten bei unserem BJ 77 Haus auch keinen FI.
Früher hat es gereicht ein Erdungskabel an die Badewanne anzuschließen...
Im Zuge der Badsanierung kam dann auch ein FI rein. Braucht es laut Elektriker aber nur in dem Stromkreis vom Badezimmer.

PS: Wir haben vor kurzem auch einen Erdanschluss gelegt bekommen weil die Oberleitungen abgebaut werden.
Viel Spaß beim Suchen nach einem Elektriker. Wir haben fast 6 Monate gewartet bis sich einer erbarmt hat mal vorbeizuschauen.
69er Vespa || 77er Spitfire 1500 || 81er Fiat Spider

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Re: Stromverteilerkasten

Beitrag von Spitcedes » 4. Jan 2021, 17:13

Welche Verbraucher möchtest du denn in der Scheune betreiben?
Je nachdem kann man schauen wie groß dimensioniert dein Kabel werden muss.
Es bietet sich an am Hauptkasten 3 separate Keramiksicherungen vor der Leitung zur Scheune zu installieren. Diese sichern dein Kabel.

Einen FI würde ich auch in der Unterverteilung setzen. Dann ist nicht sofort das ganze Haus dunkel :D Nachgeschaltet dann die Sicherungsautomaten. Wenn du auch Starkstrom in der Scheune brauchst ebenfalls nach dem FI abgreifen. Schau nur das deine einphasigen Verbraucher gleichmäßig auf alle 3 Phasen verteilt sind. Bsp Licht auf L1, Steckdosen L2 und L3. Sonst verschiebt es den Sternpunkt ungünstig.

In dem Rahmen der Arbeiten auch direkt einen FI im Hauptzählerkasten einbauen (lassen).
Hausanschluss wird aufgrund deiner damaligen Verbraucher ausreichend hoch sein - aber Fragen kostet ja nix.

Vieles kann man in Eigenregie vorbereiten und am Ende offiziell abnehmen lassen, denke so hast du es auch vor ;)

Besten Gruß
Marco

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